Years & Years "Night Call" Review Hollywood Tramp

Years & Years startet mit dem Album „Night Call“ in die Zukunft – Review

Years & Years "Night Call" Review Hollywood Tramp

Bei Years & Years gab es eine große Veränderung. Olly Alexander ist nicht mehr Frontmann der Band, sondern er ist als Solo-Künstler unterwegs. Nun ist das erste Album in dieser Form erschienen und liefert Banger für die Tanzfläche.

Für Fans von: Dua Lipa, The Weeknd, Depeche Mode, Kylie Minogue
Lieblingstrack: Muscle
Ranking: 8/10

Nachdem Fans mit den bereits veröffentlichten Singles “Starstruck“, “Sooner Or Later“, “Sweet Talker“, “A Second To Midnight“ mit Kylie Minogue und “Crave“ einen ersten Eindruck in das neue musikalische Kapitel von Olly Alexander, besser bekannt als Years & Years, bekommen konnten, hat der britische Musiker nun endlich das lang erwartete Album “Night Call“ am 21. Januar veröffentlicht.

Banger für den Dancefloor

“Night Call“ ist ein futuristisches Dance-Pop-Album, das thematisch weniger auf Herzschmerz, sondern auf sexuelle Freiheit und das Ausleben dieser abzielt. Es handelt in erster Linie von eskapistischen Momenten für den Pop. 14 Tracks zelebriert das Durchtanzen in der Nacht im verschwitzten Nachtclubs und das Verlangen nach Nähe und Sex: „Es war wie meine Flucht“, sagte Olly Alexander. „Ich habe all die Dinge, die mir gefehlt haben, wie Ausgehen, Tanzen, Sex. [Ich] habe einfach alles in die Akte aufgenommen“, fügt er hinzu.

Highlights sind u.a. das pulsierende „Crave“ und der Song „Muscle“, die beide sexuelle Fantasien bedienen und gleichzeitig ein Spiegel unserer Zeit sind. Das Bedürfnis nach Vergnügen, nachdem man Monaten der Isolation hinter sich hat, bekommt mit Songs wie „20 Minutes“ und „Strange & Unusual“ einen Soundtrack. „Make It Out Alive Night Call“ beleuchtet hingehen den Moment danach voller Rausch.

Solider Pop mit viel Queerness

„Night Call“ bedient sich – anders als The Weeknd – nur sparsam am Synthie-Pop der 80er. Die Songs des Album könnten sicherlich überladener sein, doch die Platte besinnt sich auf das Wesentliche im Pop. Gute Basslines, Melodien und Songwriting. „Night Call“ klingt wie Years & Years und bleibt Songs wie „King“ und „Desire“ treu. Eine Platte, die für Dancefloor gemacht ist. / Berry

Bild © Universal Music Germany