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Weltblutspendetag: Die Diskrimierung in Deutschland muss aufhören!

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Heute am 14. Juni ist Weltblutspendetag. Doch in Deutschland werden Homo-und Bisexuelle weiterhin ausgeschlossen. Transsexuelle werden sogar grundlos als Risikogruppe aufgeführt. Ein Blick ins Ausland zeigt, dass es in anderen Ländern schon lange ohne Ausschluss geht.

Der LSVD fordert ein Ende des Ausschlusses schwuler und bisexueller Männer von der Blutspende. In einer heute veröffentlichten Mitteilung steht: „Heute ist der Weltblutspendetag. Noch immer dürfen Schwule und bisexuelle Männer in Deutschland nur Blut spenden, wenn sie in den letzten 12 Monaten keinen Sex mit einem Mann hatten. Transgeschlechtliche Menschen werden grundlos gesondert als sexuelle Risikogruppe aufgeführt“.

Homo-, bi- und transgeschlechtliche Menschen

Dazu erklärt Helmut Metzner aus dem Bundesvorstand des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD): „Homo- und bisexuelle Männer sollten nicht länger von der Blutspende ausgeschlossen werden. Das Risiko einer Infektion bemisst sich danach, ob das Sexualverhalten riskant ist, nicht danach, ob eine Person homo-, bi- oder heterosexuell bzw. transgeschlechtlich ist. Die explizite Nennung von trans* Personen als eigene „Risikogruppe“ ist stigmatisierend und muss gestrichen werden. Die gleiche Sicherheit von Blutkonserven lässt sich auch ohne Diskriminierung gewährleisten. Das zeigt der Blick ins Ausland: Zahlreiche Länder weltweit haben längst ihre Sonderregelungen für schwule und bisexuelle Männer aufgegeben, ohne dass es zu einem Anstieg ungeeigneter Blutspenden kam.“

Ein Blick auf unsere Nachbarn

Tatsächlich sollte sich der Ausschluss von Menschen bei der Blutspende nach dem persönlichen sexuellen Risikoverhalten richten und nicht nach der sexuellen Orientierung. Die entsprechende Richtlinie der Bundesärztekammer muss also geändert werden und dies wird seit Jahren gefordert. Doch es tut sich einfach nichts. Während es parallel in Ländern wie Bulgarien, Italien, Portugal, Brasilien, England, Ungarn, Argentinien, Bhutan, Bolivien, Chile, Costa Rica, Israel, Kolumbien, Lettland, Mexiko, Peru, Polen, Russland, San Marino und Südafrika keinen generellen Ausschluss bei der Blutspende aufgrund der sexuellen Orientierung mehr gibt.

Deswegen ist es wichtig, dieses Thema hierzulande immer wieder aufzubringen und darauf hinzuweisen, damit der Ausschluss und die damit einhergehende Diskriminierung endlich ein Ende haben. / Berry