Der 1. Dezember steht jedes Jahr im Zeichen des Welt-AIDS-Tages. Doch wozu gibt es diesen Tag eigentlich und was wird damit genau bezweckt? Diese Fakten solltest du kennen, um am 01. Dezember nicht wie der letzte Idiot in der Ecke zu stehen. 

Was ist der Welt-AIDS-Tag? 

Der Welt-AIDS-Tag wird von der AIDS-Organisation der Vereinten Nationen (UNAIDS) organisiert und findet am 1. Dezember statt. 1988 hat der WHO das erste Mal den Welt-AIDS-Tag ausgerufen um rund um den Globus durch verschiedenste Organisationen an das Thema AIDS zu erinnern, aktiv zu werden und Solidarität mit HIV-Infizierten, AIDS-Kranken und den ihnen nahestehenden Menschen zu zeigen. Dabei soll auch an die zahlreichen Opfern gedacht werden, die gestorben sind. Seit 1996 wird der Welt-AIDS-Tag von der UNAIDS organisiert.

Der Welt-AIDS-Tag soll aber auch Verantwortliche in Politik, Massenmedien, Wirtschaft und Gesellschaft daran erinnern, dass HIV-/AIDS weiter besteht. Deswegen lautete das internationale Welt-AIDS-Tag-Motto von 2005 – 2010 „Stop AIDS: Keep the Promise“. 

Wann spricht man von HIV, wann von Aids? 

Eine Infektion mit dem Humanen Immunschwächevirus (HIV) ist die Ursache für Aids. Wenn das Virus den Körper so sehr schwächt, dass es dem Immunsystem schwerfällt, Infektionen zu bekämpfen, spricht man von Aids, welches zu lebensbedrohlichen Erkrankungen führen kann. Wer weniger als 200 Helferzellen pro Mikroliter Blut aufweist, bei dem besteht ein hohes Risiko für die Krankheiten, die Aids definieren. 

Wie alt kann man mit HIV werden?

Das hängt meist davon ab, wie lange man infiziert ist, ab wann man mit einer Therapie begonnen hat und vor allem, in welchem Land man lebt. Bei einer konsequenten Therapie, die rechtzeitig anfängt und gut therapiert wird, haben HIV-Infizierte in Deutschland eine völlig normalee Lebenserwartung.

Wie ist die aktuelle Situation? 

Mit fast 70% aller HIV-Neuinfektionen ist Afrika südlich der Sahara am stärksten betroffen. Weltweit leben etwa 35 Millionen Menschen mit HIV und jedes Jahr kommt es zu ca. 2,1 Millionen Neuinfektionen. Nur 37 Prozent der Betroffenen haben bislang Zugang zu den lebensnotwendigen Medikamenten und Therapien. Besonders in Ost-Europa und Zentralasien ist die Zahl der Neuinfektionen deutlich gestiegen. In Deutschland leben heute rund 80.000 Menschen mit HIV.

Seit Anfang der 80er Jahre haben sich etwa 78 Millionen Menschen mit HIV infiziert. 39 Millionen Menschen sind bereits an den Folgen gestorben. Etwa 30.000 Menschen sind bisher in Deutschland an den Folgen von Aids gestorben.