1994 schickte der Regisseur Stephan Elliott drei Dragqueens durch das Australische Outback und bekam sogar einen Academy Award für die besten Kostüme. Bis heute gilt „The Adventures of Priscilla – Queen of the Desert“ als einer der besten australischen Filme und ist Kult unter den LGBT-Movies. 

Priscilla Queen Of The Desert Starring Guy Pearce, Terence Stamp and Hugo Weaving © Polygram Film Internat

Es geht um die Geschichte von Adam (Guy Pearce), Anthony (Hugo Weaving) und der transsexuellen Bernadette (Terrence Stamp), die zusammen einen Roadtrip durch Australia machen, um in einer Dragshow aufzutreten. Auf diesem Trip enthüllt jeder Charakter Stück für Stück seine Geheimnisse und die Drei gehen zusammen durch Höhen und Tiefen. 

Bis heute ist der Film ein absoluter Kult. Die Kostüme, das Make-Up und der geile 70er-Sound sind einzigartig. 1994, als die Welt erst lernen musste wer RuPaul ist und warum sich Männer überhaupt als Frauen verkleiden, war dieser Film einer der ersten, der das Thema „Drag“ zum Mainstream brachte. Es war eine positive Darstellung der LGBT-Szene zu einer Zeit in der Homosexuelle nur mit HIV in Verbindung gebracht wurden. Erstmals schaute man als Außenstehender hinter die Kulissen und sah, wer die Männer sind, die in Frauenklamotten und Make-Up ihr Talent auslebten.  

Priscilla Queen Of The Desert Starring Guy Pearce, Terence Stamp and Hugo Weaving © Polygram Film Internat

Die Geschichte ist clever erzählt. Bei jedem Roadtrip-Movie machen die Figuren durch die Reise eine Entwicklung. In Priscilla wird diese Entwicklung durch persönliche Schicksale, der eigenen Lebensgeschichte, aber auch durch Homophobie, die ihnen während der Reise begegnet, erzählt. Der Zuschauer stellt fest, das diese Männer auch nur Menschen sind und muss im gleichen Atemzug erkennen, dass sie ständigen homophoben Angriffen ausgesetzt sind, nur weil sie ihrer Leidenschaft nachgehen. Auch der Umgang mit dem Thema HIV und AIDS bekommt der Film gekommt hin, ohne zu stigmatisieren. Es wird am Rande erwähnt und dran erinnert, aber es werden nicht alle Homosexuelle als HIV-infizierte Zombies dargestellt. 

Natürlich lebt der Film von den wunderbaren Auftritten, der Musik und vor allem von den unglaublichem Kostümdesign. Teilweise übertrieben, teilweise wegweisend, aber immer ein Blickfang. So gab es dann auch den OSCAR für die besten Kostüme in einem Spielfilm. Priscilla ist ein Film, der nicht nur diejenigen bis heute begeistert, die den Film damals im Kino gesehen haben und immer wieder gerne sehen. Auch das junge Publikum entdeckt den Film immer wieder neu und selbst im Internet schafft es der Film durch legendäre GIFs weiterzuleben. Ein Muss!

Bilder: © Polygram Film Internat