Warschau Pride

So schön feiert Warschau den ersten Pride nach einem Jahr Pause!

Angeführt von Bürgermeister Trzaskowski haben sich in Warschau Tausende Menschen gegen Homophobie und für LGBTIQ+-Rechte für eine Demonstration versammelt. Besonders aufgrund der brisanten Situation rund um die „LGBTI-freien“ Zonen in Polen ist dies ein wichtiges Zeichen.

Tausende Menschen haben sich in Warschau an einer Pride Parade beteiligt, die vom Bürgermeister Rafal Trzaskowski angeführt wurde. Damit unterstreicht er die Rechte von LGBTQ+-Menschen in seinem Land. Denn das streng katholische Polen steht stark in der Kritik. Eine Reihe von Gemeinden hatten sich Anfang 2019 zu „LGBTI-freien“ Zonen erklärt.

Bedrohung durch eine LGBTQ+-Ideologie

Die rechtsnationale Regierungspartei PiS spricht immer wieder von einer „LGTBI-Ideologie“, die sich gegen polnische Traditionen und Werte richte. Die „LGBTI-freien“ Zonen sollen diese Werte schützen und Zonen schaffen, in denen die „LGBTQ+-Propaganda“ nicht ausgelebt werden darf. Das Land scheint seither immer mehr gespalten.

Umso wichtiger war diese Parade am Wochenende in Warschau für die LGBTQ+-Community. In Polen ist die gleichgeschlechtliche Ehen weiterhin nicht erlaubt. Präsident Andrzej Duda bezeichnete die LGBTIQ+-Community sogar als „Ideologie, die noch zerstörerischer sei als der Kommunismus“. Die Parade zeigt mit tausenden Menschen, die mit liefen und viel Jubel von Zuschauern, dass es auch andere Ansichten in Polen gibt. Letztes Jahr fand die Parade wegen der Corona-Pandemie nicht statt. / Berry

Bild © Instagram