Über 35 Jahre ist es her, dass Stephen Kings „Friedhof der Kuscheltiere“ erstmals veröffentlicht wurde, und doch hat die Geschichte rund um eine Familie, die aufs Land ziehen und dort unerwartet mit dem Bösen konfrontiert werden, nichts von ihrem Reiz verloren. Nun kommt die Geschichte als Remake erneut ins Kino.

Das Remake vom Stephen King Klassiker „Es“ war ein enormer Erfolg. Bei einem Budget von nurl 35 Millionen US-Dollar spielte die Neuauflage allein in den USA über 300 Millionen wieder ein und schnell war klar, dass nun auch weitere King Klassiker ein Remake erwarten dürfen. Nun ist der „Friedhof der Kuscheltiere“ dran, der in den 80ern schon ein großer Kino-Erfolg war.

King selbst fand die Story zu gruselig

Stephen King war 1983 bereits ein gefeierter Bestseller-Autor mit Erfolgsromanen wie „Carrie“, „Shining“ oder „Cujo“ und konnte schon damals von sich behaupten, dass mehr seiner Bücher verfilmt wurden als Werke von Charles Dickens. Doch was viele nicht wissen: King selbst fand „Friedhof der Kuscheltiere“ zu gruselig und hielt es drei Jahre lang unter Verschluss, bevor der Roman mit einer unglaublichen Erstauflage von über 700.000 Hardcover-Ausgaben auf den Markt kam und schnell zum Bestseller avancierte. 32 Wochen lang hielt sich das Buch auf der Bestseller-Liste der New York Times und war der nächste Riesenerfolg für den Kult-Autor. Das Buch zum Film „Friedhof der Kuscheltiere“ erscheint am 11. März 2019 beim Heyne Verlag, der neben diesem Titel auch das große erzählerische Werk von Stephen King im Programm anbietet.

Die Story hat autobiografische Züge

Der berühmte „Friedhof der Kuscheltiere“ trägt tatsächlich autobiografische Züge. Eine erste Idee keimte auf, als Stephen King ein Haus an einer viel befahrenen Straße mietete. Genau wie später im Buch hatten die dort lebenden Kinder einen Tierfriedhof angelegt, um ihre verstorbenen felligen Freunde zu bestatten. Als eines Tages Smucky, die Katze seiner Tochter, auf ebendieser Straße starb und kurze Zeit später auch sein Sohn Owen dort in eine gefährliche Situation geriet und beinahe überfahren wurde, nahm die Idee richtig Gestalt an.

Das Remake war eine Fan-Sache

Nachdem der Roman 1989 zum ersten Mal verfilmt wurde, war es nun an der Zeit, die Erfolgsgeschichte neu aufzulegen. Für dieses Vorhaben hätte man niemand Besseren als Drehbuchautor Jeff Buhler sowie die beiden Regisseure Kevin Kölsch und Dennis Widmyer finden können, denn alle drei sind große Stephen-King-Fans und der Überzeugung, dass „Friedhof der Kuscheltiere“ eines der größten Werke des Autors ist. Vor allem die beschriebenen autobiografischen Züge, aber auch die Tatsache, dass es sich um eines der düstersten Bücher Kings handelt, machten das Projekt für Kevin Kölsch und Dennis Widmyer spannend und überzeugten sie davon, es zu übernehmen. Mit an Bord ist auch Produzent Lorenzo die Bonaventura, der bereits mehr als 80 Buchverfilmungen auf die große Leinwand gebracht hat, darunter auch „1408“ von Stephen King. Besonders erwähnenswert: Um dem Film eine persönliche Note zu geben, integrierten die Filmemacher Grabsteine mit Namen von eigenen geliebten Tieren, die sie bereits verloren haben. Und auch an Smucky wurde gedacht, denn ohne diese Katze hätte es den „Friedhof der Kuscheltiere“ vermutlich nie gegeben.

Lohnt sich die neue Version?

„Friedhof der Kuscheltiere“ aus dem Jahr 2019 ist ein solides Remake des Achtzigerjahre-Horrorklassikers, das vor allem bei den Zuschauern Anklang finden wird, die das Original und das Thema nicht kennen. Denn im Vergleich zum Original, verliert das Remake am Ende die unheimliche Atmosphäre, die das Original aus den 80ern so sehr ausmachte. Hier setzten die Machen mehr auf Schockmomente, was aber an sich auch funktioniert. „Friedhof der Kuscheltiere“ startet am 04.04.2019 in den deutschen Kinos.

Bilder: Paramount Pictrues Germany