Am Wochenende bekam Madonna eine Auszeichnung bei den GLAAD Media Awards. Ihre Rede war bewegend und zeigt, wie viel sie in den ganzen Jahren ihrer langen Karriere für die LGBTQ+ Community getan hat.

Der „Advocate for Change Award“ ging dieses Jahr an die Pop Ikone Madonna. In ihrer Rede sagte Madonna, dass ihr damals gar nicht bewusst war, wie sehr sie besonders schwule Männer ermutigte „anders zu sein“. Dabei spricht sie über ihren Dokumentarfilm „Truth or Dare“ aus dem Jahr 1991: „Ich hatte keine Ahnung, dass so viele schwule Männer dazu inspiriert werden sollten, A, Blowjobs an Evian-Flaschen zu praktizieren, und, B, den Mut haben, sich zu outen, frei zu sein und Stellung zu nehmen um zu sagen, ich bin wer ich bin, ob es Dir gefällt oder nicht“.

„Zum ersten Mal sah ich Männer, die Männer küssten…“

Sie setzte ihre Rede fort und sprach über den ersten schwulen Mann, den sie getroffen hatte, ihren Tanzlehrer an der High School Christopher Flynn, der die erste Person war, die an sie glaubte. Mit Flynn betrat Madonna ihrem ersten schwulen Club und beschreibt diesen Moment als „Art von Freiheit, Freude und Glück“. Sie sagt weiter: „Zum ersten Mal sah ich Männer, die Männer küssten, Mädchen, die wie Jungs gekleidet waren, Jungs, die Hot Pants trugen, wahnsinnig unglaublichen Tanz und eine Art Freiheit, Freude und Glück, die ich so noch nie gesehen hatte. Ich hatte endlich das Gefühl, nicht allein zu sein, dass es in Ordnung war, anders zu sein und nicht wie alle anderen zu sein“.

Madonna über die Aids-Epidemie

Besonders emotional wurde es, als Madonna die Aids-Epidemie erwähnte, die vielen ihrer engen Freunde das Leben kostete: „Die Seuche, die sich wie eine schwarze Wolke über New York City bewegte, hat alle meine Freunde aus dem Weg geräumt“, sagte sie. „Nachdem ich meinen besten Freund und Mitbewohner Martin Burgoyne und dann Keith Haring, alles Gute zum Geburtstag Keith, verloren hatte, entschied ich mich, das Stierhorn zu nehmen und mich wirklich zu wehren.“

Die ganze Rede gibt hier zu sehen:

Bild: YouTube via GLAAD