HOLLYWOOD

Die glitzernde Welt von Hollywood hatte schon in den frühen Jahren mit Geldgier, Diskriminierung und Rassismus zu kämpfen. Eine Seite, die der Öffentlichkeit verborgen blieb. Genau davon handelt die neue Mini-Serie „Hollywood“, die Netflix gemeinsam mit dem Kultproduzenten Ryan Murpyh (American Horror Story und Glee) produziert hat.

Die Eigenproduktion von Netflix ist seit dem 01. Mai auf dem Streamingdienst online und wird von vielen Usern im Netz gefeiert. Kein Wunder, denn Skandale, Sex und Glamour im Stil von Ryan Murphy kommen nunmal gut an. Die Mini-Serie spielt, wie der Name vermuten lässt, in Hollywood. Es ist kurz nach dem Zweiten Weltkrieg und die Serie schreibt die Geschichte etwas um. Was wäre, wenn es Rassismus, Sexismus und Homophobie gar nicht erst gegeben hätten?

Ryan Murphy nennt es „Faction“

Es ist ein Blick hinter den Glamour der Goldenen Zeiten in Hollywood, in der die unfairen Systeme und Neigungen gegenüber Rasse, Geschlecht und Sexualität ins Zentrum der Aufmerksamkeit rückten. Ryan Murphy bezeichnet das Gerne als „Faction“. Ein Hybrid aus Fiktion und Fakten, denn die Serie lässt Hollywood-Legenden der 40er- und 50er-Jahre wie Vivian Leigh und die First Lady Eleanor Roosevelt wiederaufleben und vermischt somit realen Ereignisse mit fiktiven Charakteren.

Ryan Murphy stellt in der Serie die ganze Hollywood-Traumfabrik in Frage. Reale Missstände, die damals schon existierten, werden als Probleme von heute enttarnt. Denn Homophobie, Sexismus und Rassismus sind heute immer noch ein Thema und damit schafft es die Serie eine Parallele zur heutigen Zeit zu bilden. Neben tollen Darstellern, einer überzeugenden Glamour-Ästhetik und einer spannenden Story, ist die siebenteilige Mini-Serie nicht nur ein guter Zeitvertreib in der jetzigen Situation, sondern auch ein guter Denkanstoß. / Berry

Bilder: Netflix & SAEED ADYANI