Homophobe russische Sendung "I'm Not Gay"

Russland zeigt homophobe Sendung „I’m Not Gay“!

Homophobe russische Sendung "I'm Not Gay"

Witali Milonow, ein homophober Abgeordneter in Russland, präsentiert eine neue Reality-Serie. Hierbei müssen die Kandidaten herausfinden, wer von ihnen schwul ist. Dass das in diesem Format keine positive Feststellung ist, kann man sich denken.

Während seiner Zeit als Mitglied der Staatsduma in Russland, hat sich der rechtsextreme Politiker einen Namen als Verfasser des berüchtigten „Anti-Homosexuellen-„Propaganda“-Gesetzes“ des Landes gemacht. Nun präsentiert der 48-Jährige die Online-Show mit dem Titel „I’m Not Gay“ und ist in der ersten Folge prominent vertreten.

Wer ist schwul?

„Einen Schwulen in unserem Land zu finden, ist so, als würde man einen funktionierenden McDonald’s finden“, sagt er im Voiceover. „Es gibt sie wirklich, aber es gibt nur sehr wenige von ihnen und nicht jeder weiß von ihnen“. Was lustig sein, ist mehr als homophob und ekelhaft. Am Ende jeder Folge müssen die acht teilnehmenden Männer den Kandidaten abwählen, den sie für schwul halten.

Sie teilen sich den Preis von zwei Millionen Rubel, was ca. 26.000 € sind, wenn sie richtig raten. Wenn der schwule Kandidat unter ihnen es schafft, nicht entdeckt zu werden, nimmt er das Geld alleine mit nach Hause. Jedoch muss er auch damit Leben, dass vermutlich jeder von seiner Homosexualität weiß. „Ich hoffe, dass ihr schnell herausfindet, wer schwul ist“, sagte Milonov zu Beginn der Show und macht dabei eine Geste, bei der er sich den Hals aufschlitzt. Als sie am Ende der ersten Folge die falsche Person abwählten, sagte er, sie hätten „eine unschuldige Person getötet“.

Hassverbrechen aufgrund der sexuellen Ausrichtung sind nicht gesetzlich verboten

Obwohl Homosexualität in Russland seit 1993 legal ist, werden LGBTQ+-Menschen in dem Land weiterhin gesellschaftlich missachtet. Die gleichgeschlechtliche Ehe ist nach wie vor illegal und es ist eine Straftat, Minderjährigen einen „homosexuellen Lebensstil“ nahezubringen. Hassverbrechen aufgrund der sexuellen Ausrichtung und der Geschlechtsidentität sind nicht gesetzlich verboten, und es gibt keinen Antidiskriminierungsschutz für LGBTQ+-Menschen in Russland.

Homophobe Propaganda

Schwule Männer werden im Russischen Fernsehen ständig niedergemacht und ausgelacht. Es ist also auch fraglich, in wie weit, die Person wirklich schwul ist. Oder ob die ganze Sendung nur dazu da ist homophobe Propaganda zu betreiben. „I’m Not Gay“ vermittelt immer wieder die Idee, dass Homosexualität etwas Schlechtes sei. So müssen die Männer u.a. beweisen, dass sie von anderen Männern nicht erregt werden und auf Frauen stehen. Die ersten 52 Minuten der grotesken Show, kann man online sehen.

Achtung: jeder Klick unterstützt natürlich das Format. Man kann aber rechts unter dem Video die drei Punkte anwählen und das Video bei YouTube melden. Ich habe dies getan unter „Hassrede“ und als Begründung „Homophober Inhalt“ angegeben“. / Berry

Bild @ YouTube via ДНЕВНИК ХАЧА