In diesem Jahr haben bereits Dua Lipa, Jessie Ware und Kylie Minogue die Disco-Ära zurück geholt. Doch keiner hat mit dieser extravaganten irischen Discoqueen gerechnet: Róisín Murphy!

Sie ist da, um ihren Thron als Königin der Tanzfläche zu erobern. In den 90ern wurde Róisín Murphy als eine Hälfte des Duos Moloko zur gefeierten Disco- und Danceikone. „Sing It Back“, „The Time Is Now“ oder „Forever More“ sind bis heute gefeierte Songs der elektronischen Musikgeschichte.

Als Solokünstlerin gehört Róisín Murphy irgendwie zu den Ausenseiterinnen, die dennoch die Musikszene prägen und bestimmen. Ähnlich wie es vielleicht Björk oder Robyn tun. Ihr neues Discoalbum „Róisín Machine“, das bereits am 02. Oktober erschienen ist, ist voller pulsierender Wohlfühlhymnen und ich möchte behaupten: jetzt schon ein Klassiker!

Es gibt keine Eile auf diesem Album

„Róisín Machine“ ist ihr fünftes Album und der erste Longplayer seit „Take Her Up To Monto“ in 2016. Während pochende Synthesizer ertönen und Róisíns Stimme aus dem Off zu uns spricht, kommt „Simulation“ empor. Es gibt keine Eile auf diesem Album. Stattdessen wird der groovende Disco-Beat schrittweise über achteinhalb Minuten aufgebaut und dieser Stil zieht sich durch die ganze Platte.

Das gesamte Werk fühlt sich an, wie ein entspanntes DJ Set am Meer, mit einem Drink in der Hand, während die Sonne unter geht und die Tanzfläche sich langsam füllt. Gleichzeitig wirkt „Róisín Machine“, durch die langen Phasen, wie eine Probe-Session. Als wäre man bei der Entstehung dabei, wenn ein Instrumente nach dem anderen hinzukommt und eine ganze Klangwelt aufbaut.

Eines der Alben des Jahres

Es ist so oder so ein Reise, die irgendwie die gute, alte und unbeschwerte Zeit des Discos zurück bringt. Für mich gehört Róisín Murphy mit diesem Album zu den Alben des Jahres. / Berry

Róisín Murphy. Credit: Adrian Samson.