Ricky Martin ist für seinen Engagement für die LGBTQ+ Szene bekannt. So demonstrierte er u.a. auf den Strassen von Puerto Rico gegen den homophoben Politiker Ricky Rosselló. In einem Interview spricht er nun über die Gefahren für schwule Latinos in den USA.

In einem Instagram-Interview mit Enrique Santos bei „La Sopa“ (Die Suppe) wurde Ricky Martin letzte Woche nach den Protesten rund um den Tod von George Floyd gefragt. Er berichtet über seine eigenen Befürchtungen, von rassistischen Polizisten angegriffen zu werden: „Ich bin ein schwuler Latino-Mann, verheiratet mit einem arabischen Mann, der in den USA lebt“, sagte Martin in der Sendung. „Mit anderen Worten, ich bin eine Bedrohung für diese Menschen, wo immer Sie sie sehen“, sagt er weiter.

„Ich bin ein schwuler Latino-Mann, verheiratet mit einem arabischen Mann…“

Ricky Martin ist seit 2017 mit Jwan Yosef verheiratet, der kurdischer und armenischer Abstammung ist. Ricky und Jwan haben vier Kinder und gehören zu den wohl bekanntesten LGBTQ+ Familien der Welt. Die Tatsache, dass Ricky Martin reich ist und weltbekannt schützen ihn vor Rassismus nicht: „Das Auto zu nehmen, die Wüste zu durchqueren und beim Abendessen einen Kaffee zu trinken, kann riskant sein“, sagte er. „Die Vereinigten Staaten … waren schon immer so.“

Ricky Martin sagte in dem Gespräch, dass er dankbar ist, dass das Problem des systemischen Rassismus in der Strafverfolgung endlich in den USA angegangen wird: „Jetzt haben wir Kameras und wir sehen es, jetzt schalten wir als Bürger das Telefon ein, wir zeichnen die Ungerechtigkeit auf, und deshalb sind wir wütend, weil wir es jetzt sehen“, sagte er. / Berry

Bild: Instagram/rickymartin