Genau das habe ich mir gewünscht: Homosexuelle Promis, die ihre Bekanntheit öffentlich nutzen. Ricky Martin ist zusammen mit Tausenden Demonstranten auf die Strasse gegangen, um sich gegen den homophoben und amtierenden Gouverneur Ricky Rosselló zu stellen.

Gouverneur Ricardo Rosselló wird seit einiger Zeit wegen seines Missbrauchs der Gelder von Hurricane Maria im Jahr 2017 kritisiert. Die Situation verschärfte sich am vergangenen Wochenende, als ein lokaler Mediensender fast 900 Seiten aus einem durchgesickerten privaten Gruppengespräch zwischen ihm und elf seiner Kumpanen veröffentlichte. Darin fand man homophobe, frauenfeindliche und andere abscheuliche Bemerkungen.

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

#rickyrenuncia

Ein Beitrag geteilt von Ricky (@ricky_martin) am

Proteste von New York bis Puerto Rico!

Zu den homophoben Schriften gehören Witze über die Sexualität der Menschen. In einer Botschaft zielt Rosselló auf Martin und schreibt: „Nichts spricht für eine patriarchalische Unterdrückung wie Ricky Martin. Ricky Martin ist so ein männlicher Chauvinist, dass er Männer fängt, weil Frauen nicht mithalten können. Reines Patriarchat.“ Zudem nennt er seine weiblichen Kollegen „Huren“, macht sich über das Gewicht einiger Kollegen lustig und fantasiert über das Erschießen politischer Gegner und das Feiern des vorzeitigen Todes eines Aktivisten.

„Wenn alle Puerto Ricaner sich zusammentun, können wir vieles erreichen“

Am Montag versammelten sich Tausende Demonstranten vor der Villa des Gouverneurs in San Juan, um ihren Zorn auszudrücken und Rossellós Rücktritt zu fordern. Tage später dauern die Proteste noch an. Martin hat sich am Mittwoch mit anderen puertoricanischen Künstlern wie den Rapper Reisdente, Bad Bunny und iLe zusammengetan, um ihre Empörung über Rosselló und die Polizei auszusprechen: „Ich lebe in Amerika, aber ich musste nach Puerto Rico kommen, um der Welt zu zeigen, dass wir etwas ändern werden. Wenn alle Puerto Ricaner sich zusammentun, können wir vieles erreichen“, sagte Martin.

Wie Bild.de berichtet, setzte die Polizei sogar Tränengas und Gummigeschosse ein, um die Menge zu kontrollieren. Ein Ende der Proteste ist nicht abzusehen. Gouverneur Rosselló hat sich derweil in seinem Regierungssitz verschanzt und sich noch nicht geäußert. So traurig diese Ereignisse sind, umso schöner ist es, dass Ricky Martin und andere Prominente, ihre Position nutzen und sich stark machen. Das setzt ein Zeichen für viele homosexuelle Menschen weltweit! / Berry

Bild: Instagram via mystoryasmey