Teilnehmer einer Anti-Corona-Demonstration in Wien haben am Wochenende auf der Bühne eine Regenbogenflagge zerrissen und dafür ordentlich Beifall aus dem Publikum bekommen. Die verstörenden Bilder und Worte gehen nun viral und machen sprachlos.

Die Regenbogenflagge ist ein Zeichen der Toleranz, Akzeptanz und steht für die LGBTQ+ Community, so wie alle, die unsere Community unterstützen. Diese Flagge symbolisch zu zerreißen oder anzuzünden ist eine klare Botschaft. Genau so ist es am vergangenen Wochenende bei einer „Querdenken“-Demonstration in Österreich offenbar passiert. Auf Social Media kursiert ein Video, das zeigt, wie Aktivisten auf einer Bühne eine Regenbogenflagge zerreißen. Die Zuschauer jubeln der Aktion auch noch laut zu.

„Wir müssen unsere Kinder vor Kinderschändern schützen…“

Anschließend schreit eine Aktivistin aufgebracht ins Mikrofon: „Ihr seid kein Teil unserer Gesellschaft!“ So sieht man es deutlich auf dem im Netz kursierenden Video: „Wir müssen unsere Kinder vor Kinderschändern schützen. Wir alle sind dafür verantwortlich.“ Auch hier wird laut gejubelt.

Die Zusammenhänge vor und nach dieser Szenerie sind im Video nicht zu sehen. Lediglich der von mir beschriebene Ausschnitt. Da die Regenbogenfahne ein Symbol für die LGBTQ-Bewegung ist, kann man stark davon ausgehen, dass mit den Kinderschändern Menschen aus unserer Community gemeint sind.

Homophober Akt!

Wie queer.de berichtet, handelt es sich bei der Aktivistin in dem Video um Jenny Klaus (auch Jennifer Klauninger genannt), die in den vergangenen Monaten als das Gesicht der österreichischen Proteste gegen die Corona-Maßnahmen in Erscheinung getreten ist. Bei dem Herren, der im Video zu sehen ist handelt es sich wohl um Manuel Mittas, der in Videos und Blogbeiträgen Verschwörungstheorien verbreitet.

Die Aktion wurde von mehreren Politikern als homophober Akt verurteilt. Die Polizei Wien teilte mit, so die Welt.de, den Vorfall an die zuständige Stelle übermittelt zu haben. / Berry

Bild: Tony Webster (Own work) [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons