Manchmal brauchen wir einen Blick auf ferne Orte, um zu verstehen, wie gut wir es als LGBTQ+-Menschen in Deutschland haben. Der Kurzfilm „Aadat“ zeigt das schwule Leben in Südasien.

„Aadat“ (‚Habit‘) vom pakistanischen Filmemacher Iqran Rasheed wirft einen intimen und unerschütterlichen Blick auf das schwule Leben in Südasien. Ein Ort an dem die Region das LGBTQ-Leben weitgehend in den Schatten verbannt hat.

Der 13-minütige Film erzählt die Geschichte eines jungen Mannes, der einen männlichen Sexarbeiter bucht, um seinen Wunsch nach emotionaler und sexueller Verbindung in einem konservativen islamischen Land zu erfüllen. Der Kurzfilm zeigt, wie groß die Sehnsucht und Verzweiflung ist und wie gefährlich die Erfüllung der sexuellen Wünsche sein kann.

In Pakistan ist Sex außerhalb der Ehe illegal

Beim Filmfestival „Best Shorts Competition“ in den USA, wurde der Kurzfilm mit dem Merit Award ausgezeichnet: „In einer Zeit, in der Plattformen alle Arten Inhalte aus der ganzen Welt teilen, hatte ich das Gefühl, dass eine LGBTQ-Geschichte aus Pakistan existieren muss“, erzählt er dem Attitude.

„Große und Mainstream-Medienkanäle werden niemals das Risiko eingehen, so etwas zu produzieren. Deshalb habe ich versucht, selbst einen Film zu machen.“ Iqran fährt fort: „In Pakistan ist Sex außerhalb der Ehe illegal und das liegt an der Religion. Homophobe Menschen nutzen die Religion, um ihren Hass gegen eine bereits gefährdete Gemeinschaft zu verteidigen“.

Hier gibt es den mutigen und sehr ehrlichen Kurzfilm in voller Länge.

Bild © Naqsh