OnlyFans rudert nun doch zurück und bleibt sich treu!

OnlyFans hatte eigentlich angekündigt, pornografische Inhalte ab dem 1. Oktober zu verbieten. Nun rudert die Plattform überraschend zurück. Die Social Plattform hatte sich vor allem durch expliziten Inhalte einen Namen gemacht.

Anscheinend hat man auch bei OnlyFans schnell gemerkt, wie viel Geld man durch das Verbot sexuell expliziter Inhalte verlieren würden. Zudem war das Echo, insbesondere bei der Gen-Z, klar und deutlich: die Plattform wird es nach der Änderung nicht mehr geben. OnlyFans reagierte nun und gab am Mittwoch bekannt, dass sie explizite Inhalte doch nicht verbieten werden. OnlyFans sah sich heftigen Gegenreaktionen aus der ganzen Welt ausgesetzt, weil sie von Sexarbeiter:innen profitierten und sie dann für ihre „Investoren“ und „Zahlungsabwickler“ fallen ließen.

Wir werden weiterhin allen Creatorn ein Zuhause bieten

„Danke an alle, die Ihrer Stimme Gehör verschafft haben“, schrieb die Plattform auf Twitter. „Wir haben Zusicherungen erhalten, die zur Unterstützung unserer vielfältigen Creator-Community erforderlich sind und haben die geplante Richtlinienänderung zum 1. Oktober ausgesetzt. OnlyFans steht für Inklusion und wir werden weiterhin allen Creatorn ein Zuhause bieten.“

Das ursprüngliche Update sollte jede Art von sexuell explizitem Inhalt, einschließlich Masturbation, verbieten. Ich hatte hier berichtet. Mastercard hatte nämlich seine Richtlinien für Websites, die benutzergenerierte Inhalte für Erwachsene hosten, aktualisiert. In der Zwischenzeit verzeichneten alternative Plattformen wie „Just For Fans“ einen enormen Anstieg an Anmeldungen.

Der Schaden ist dennoch da!

Man könnte auch meinen, es sei alles nur ein PT-Gag gewesen. Doch der Schaden ist enorm. Viele Creator, die eben mit ihren sexuellen Inhalten die Plattform groß gemacht haben und sich eine Existenz geschaffen haben, mussten sich in den letzten Tagen ernsthafte Sorgen machen. Die Frage ist nämlich, ob die Macher von OnlyFans ihrer eigenen Plattform vertrauen? Sie haben ihren Creatorn einen Eindruck davon gegeben, wie schnell ihnen ihre Lebensgrundlage genommen werden kann. Und sowas kommt nie gut an. / Berry