Schauspieler und „The Walking Dead: World Beyond“-Star Nico Tortorella spricht über das Stigma rund um Analsex in der schwulen Szene. Im Interview sagt er/sie/es: „Es gibt nichts Männlicheres als Bottoming“.

Nico Tortorella hat in der November-Ausgabe des Attitude Magazins über sexuelle Rollen und „Bottom-Shaming“ gesprochen: „Es gibt nichts Männlicheres als Bottoming“. Der „The Walking Dead: World Beyond“-Star, der mit dem geschlechtsneutralen Pronomen „they/them“ angesprochen werden möchte, ist seit 2018 in einer polyamorösen Ehe mit Bethany C. Meyers.

Auf die Frage nach dem Stigma, das Männer – schwul oder heterosexuell – immer noch umgibt, die gerne Analsex haben, antwortet Nico: „Ich denke, das ist nur ein Problem mit dem A****loch im Allgemeinen, weil man bestimmte Körperteile für schmutzig hält“. Weiter sagt Nico: „Ich denke, das ist ein tief verwurzeltes Problem mit dem Körper im Allgemeinen. Egal ob man einen männlichen oder einen weiblichen Körper hat.“

„Ich denke, das ist ein tief verwurzeltes Problem…“

Nico ist mit 32 Jahren eine/einer der wenigen Stars, die/der sich zuvor sexuell als „vielseitig“ bezeichnet hatte und damit besonders für Schlagzeilen in den USA sorgte. Nico sagt weiter: „Aber ich denke, dass es nicht männlich ist Männer in diese „Unterposition“ zu setzten, denn jeder Mann der schonmal passiv war weiß, dass man ein Mann sein muss, um diese Arbeit zu erledigen.“

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In seiner Karriere setzt sich Nico Tortorella verstärkt dafür ein Schubladen abzubauen und spricht viel über fließende Sexualität, Bisexualität und versucht Gendergrenzen abzubauen, indem er sich gerne in Kleidern oder mit Make Up zeigt. Toller Typ. / Berry

*Da es in Deutschland kein einheitliches Pronomen für nicht-binäre Menschen gibt, musste ich vorerst auf er/sie/es zurückgreifen. Dies soll niemanden persönlich angreifen, sondern ist der fehlenden sprachlichen Regelung geschuldet.

Picture Credit: Attitude / Harol Baez