Eine vielversprechende Band für 2016 ist auf jeden Fall M O N A K R. Allein schon die Tatsache, dass die Jungs das „K“ spiegelverkehrt schreiben, macht sie verdammt cool. Doch sie haben mehr zu bieten als nur typografische Skills. Ihr Sound ist eine Mischung aus den verschiedensten Stilrichtungen und dennoch kann man es guten Gewissens innovativen Pop nennen. Wir haben die vier Musiker zum Interview getroffen.  

monakr

Jedes Mitglied eurer Band hatte zuvor eine eigene erfolgreiche Karriere. Hagshenas und Jonathan Marks, ihr wart Mitglieder bei „Hey Champ“, Dan Brunell war beim „Gemini Club“ und Matthew Santos hat zwei Grammy-Nominierungen für Lupe Fiasco feat. Matthew Santos  „Superstar“ vorzuweisen. Was war die größte Herausforderung als  Gruppe Musik zu machen?

Ich denke, ein neues Projekt zu navigieren kann sehr schwierig sein, wenn du Jahre damit verbracht hast „etwas sein zu wollen“, wie wir es mit unseren Bands „Hey Champ“, „Matthew Santos Band“ und „Gemini Club“ versucht haben. Mit MONAKR fing es eher nach dem Motto „Oh, lasst uns einpaar Songs ausprobieren“ an. Uns gefiel das, was dabei entstand und so haben wir uns dann dazu entschieden, weiter zu machen. 

Wie habt ihr euren Sound entwickelt. Ist es ein Mix aus jedem von euch oder eine komplett neue Kreation?

Viele Leute haben zu uns gesagt, dass wir einen 80er inspirierten Sound haben und das stimmt wahrscheinlich auch. Allein schon aus dem Grund, dass wir Synthesizer benutzen. Aber in unserer Musik geht viel mehr vor sich. RnB, Hip Hop, House. Am Ende des Tages kann man sagen, dass wir einfach Pop Musik machen.  

Ihr kommt ja aus Chicago und 2015 war vor allem ein tolles Jahr für die LGBT Community in den USA. Gibt es eine spezielle Bindung zwischen euch und der schwulen Szene? 

Wenn du in Chicago lebst, musst du sehr viel Respekt für House Music aufbringen, was auch den MONAKR-Sound beeinflusst hat. Es war eigentlich die Gay-Community, die den House für sich entdeckt und zu eigen gemacht hat. Nicht zu vergessen, die vielen schwulen Produzenten-Pioniere wie Frankie Knuckles. Wir sind große Fans!

Wie wichtig ist denn Mode und Style für euch? Spielt es auf der Bühne eine Rolle?

In dieser Band machen wir uns mehr Gedanken darum, als noch in unseren vorherigen Bands. Allein schon aus dem Grund, weil sich unser Geschmack weiterentwickelt hat. Auf der Bühne sind wir aber eher mit unserer Performance beschäftigt und damit die Technik und Instrumente in unseren Händen zu behalten. 

Mein Lieblingssong von eurer EP ist auf jeden Fall „Calling Out“. Was kann man vom Album erwarten? 

Unsere EP, die am 5. Februar erscheint, behandelt einige ernste Themen und wir haben versucht den Sound passend zu der Melancholie der Texte zu entwickeln. Dennoch ist es „Pop“. Wir werden noch weitere Risiken auf dem ganzen Album wagen.   

Last but not Least: Was war der letzte Song, den ihr alle mochtet und im Tourbus oder im Studio gehört habt?

Thundercat – Them Changes

Bilder: Stephanie Bassos
Interview: Berry E.

Auf Hollywood Tramp teilt Berry E. eine bunte Auswahl an LGBT-Themen, Musik, Style, Sexappeal und Events, die ihn bewegen.

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