Lady Gaga Chromatica Ball Opening Night

Lady Gaga: so war die Opening Night vom „Chromatica Ball“!

Lady Gaga Chromatica Ball Opening Night

Endlich war es soweit: Lady Gaga hat ihre „Chromatica Ball“-Tour gestartet und das bei uns in Deutschland. Die Merkur Arena in Düsseldorf wurde zum Schauplatz einer Show, auf die Fans sehr lange gewartet haben: „Welcome to my museum of brutality“.

Lady Gaga hat den offiziellen Startschuss für „The Chromatica Ball“ gestern Abend (17.07.2022) in Düsseldorf gegeben und ihre neue Bühnenshow vor über 54.000 Fans in der Merkur Spiel-Arena präsentiert. Die Tournee, die ursprünglich 2020 beginnen sollte, wurde zunächst auf Juli letzten Jahres und dann erneut auf diesen Monat verschoben. Die letzten Termine wurden im März festgelegt.

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Gaga hat bei der ersten „Chromatica Ball“-Show 20 Songs performt, darunter neun aus dem Album „Chromatica“. Sechs davon waren Live-Debütanten, denn neben den Singles „Stupid Love“, „Rain On Me“ und „911“, die Gaga schon bei den MTV VMASs performte, spielte sie „Alice“, „Replay“, „Sour Candy“, „Babylon“, „Free Woman“ und „Enigma“ zum ersten Mal überhaupt. Außerdem spielte Gaga zum ersten Mal seit acht Jahren ihren Song „Monster“ aus dem Jahr 2009, den sie zuletzt im April 2014 in ihr Set eingebaut hatte.

Aus dem Schatten in das Licht

Das Set selbst war in vier Akte aufgeteilt, die mit einem „Vorspiel“ und einem „Finale“ abgeschlossen wurden. Dabei erzählt die ganze Show eine Geschichte, die viel Raum für Eigeninterpretation zulässt. Sie fängt extrem düster an, zeigt dann Gaga’s Bewusstseinsveränderung anhand von Hirn-Scanns, gefolgt von der Wiedergeburt bzw. Überwindung aus dem Schatten in das Licht zu treten. Was so düster beginnt erblickt irgendwann also das Licht der Welt und die Show wird immer fröhlicher und Lebensbejahender.

Die Bühne samt Installation kommen in einem Beton-Industrial-Look daher und erinnern in vielen Ecken an Live-Shows von Rammstein. Ja, jede menge Feuer und Nebel wurde abgefeuert. Auch die Interludes und Looks starten sehr kunstvoll und abstrakt. Oftmals fühlt man sich an Gaga in der Serie „American Horror Story“ erinnert oder sogar an die „Born This Way Ball“-Tour.

Kleine Abstriche

Es gab aber auch kleine Schwächen. Gaga war ab und zu aus dem Takt – bzw. oftmals etwas dem Takt voraus – und man merkte, dass sie Probleme hatte, sich selbst zu hören. Sowas kann bei einem Opening Night aber natürlich passieren. Ebenfalls schade war, dass die Songs zum Großteil kaum abgeändert wurden, sondern meist der Album-Version entsprachen.

Besonders den Songs vom „Chromatica“-Album fehlte etwas der Wums. Was im Club extrem knallt, kam hier etwas flach in der Umsetzung daher. Bestes Beispiel war das legendäre „Chromatica II“ Intro, welches in „911“ übergeht und wenig Wirkung zeigte. Ähnlich auch bei „Rain On Me“. Ob es einfach hätte lauter sein müssen oder wir mehr Bass gebraucht hätten? Ich weiß es nicht. Normalerweise hat man genau den umgekehrten Effekt, dass Songs live viel intensiver klingen, als im Club. Zum Glück wurde dies durch Gaga’s unfassbar guten Live-Vocals aufgewertet.

Das Talent ist die halbe Miete

„The Chromatica Ball“ ist meiner Meinung nach eine der besten Gaga’s Show, wenn nicht sogar das beste Tour-Konzept seit dem „Born This Way Ball“. Von den Looks, über das Design bis hin zur Setlist, wurde hier viel Liebe reingesteckt. Nicht zu vergesse, hat Gaga erneut bewiesen, dass sie eine der talentiertesten Sängerinnen und Performerinnen unserer Zeit ist. Vor allem merkt man das in den Piano-Parts, die sie auf einer zweite Bühne mitten in der Arena performte. Hier gibt es die kompletten Setlist aus Düsseldorf. Berry.

Lady Gaga’s “Chromatica Ball” Setlist:
Bad Romance
Just Dance
Poker Face

Act I
The Treatment
Alice (Live debut)
Replay (Live debut)
Monster (First time since 2014)

Act II
The Garden
911
Sour Candy (Live debut)
Telephone
LoveGame

Act III
The Universe Video
Babylon (Live debut)
Free Woman (Live debut)
Born This Way

Act IV
Flower Queen
Shallow
Always Remember Us This Way
The Edge of Glory
Enigma (Live debut)

Finale
Veils
Stupid Love
Rain on Me

Encore
Hold My Hand

Bild @ Hollywood Tramp