Wo wäre Beyoncé heute, wenn sie ihre Karriere erst mit Mitte zwanzig gestartet hätte und nicht aus einer Girlband kommen würde? Wahrscheinlich da, wo Janelle Monáe jetzt ist. Die Sängerin und Schauspielerin ist eine der talentiertesten und innovativsten Solokünstlerinnen unserer Zeit und dennoch viel zu unbeachtet. Ihr neues Album „Dirty Computer“ ist ein Meisterwerk, das man unbedingt auf dem Schirm haben sollte. 

Diesen Freitag erscheint mit “Dirty Computer” das langerwartete dritte Studioalbum von Janelle Monáe. Vorab veröffentlichte sie bereits die vielversprechenden musikalischen Vorboten “Make Me Feel”, “Django Jane” und “Pynk (feat. Grimes)”. Anfang dieser Woche feierte bereits der dazugehörige “Dirty Computer Emotion Picture” in New York Premiere. Ab dem 27.04. um ca. 18:00 Uhr wird der visuell umwerfende 44-minütige Streifen auch in voller Länge auf Janelle Monáes YouTube-Kanal zu sehen sein.

Janelle outet sich als „Queer Black Woman“

Außerdem enthüllte die Amerikanerin vor Kurzem in einem Interview mit dem Rolling Stone, dass sie auf beide Geschlechter steht und bezeichnet sich als „queer black woman in America“. Janelle Monáe hatte sich bis dato noch nie wirklich zu ihrer sexuellen Orientierung geäußert. Ihr wurde aber oftmals von Medien ein viel zu maskuliner Look vorgeworfen, mit dem sie bewusst provozieren wollte. 

Der 44-minütige Film zum Album erzählt die Geschichte einer jungen Frau namens Jane 57821 (Janelle Monáe), die in einer totalitären Gesellschaft der nahen Zukunft lebt, in der die Bürger nur mehr „Computer“ genannt werden. „Dirty Computer“ ist ein hochgradig aktueller und ergreifender Film, der sich der Frage widmet, was mit Gesellschaften, mit dem Leben, Freiheit und dem Streben nach Glück geschieht, wenn Mensch und Maschine eins werden und die Regierung Angst über Freiheit stellt.

 

Auf den Spuren von „Lemonade“

Die Hauptrolle neben Janelle Monáe spielt die bekannte Schauspielerin Tessa Thompson („Thor“, „Selma“, „Westworld“), Regie bei „Dirty Computer: An Emotion Picture by Janelle Monáe“ führten Andrew Donoho und Chuck Lightning. Zu den weiteren Beteiligten gehören gefeierte Musikvideo-Regisseure wie Alan Ferguson, Emma Westenberg und Lacey Duke, die jeweils die kraftvollen Musikvideos für „Make Me Feel“, „PYNK“ und „I Like That“ drehten. 

Bild: Warner Music Germany