Harry Styles Harry's House

Harry Styles liefert ein unbeschwertes Album mit „Harry’s House“!

Harry Styles Harry's House

Ein Teenager-Idol der zum Rockstar wurde hatten wir zuletzt vielleicht mit Robbie Williams. Vor fünf Jahren stand Harry Styles noch am Anfang seiner Solo-Karriere. Es hätte wohl kaum jemand gedacht, dass er das erfolgreichste One Direction Mitglied eines Tages werden würde. Mit seinem neuen Album manifestiert er nun diesen Status!

Für Fans von: Ariana Grande, Willow, Adele, SZA
Lieblingstrack: Cinema, Music for a Sushi Restaurant, Daydreaming
Ranking: 8/10

Harry Styles Auftritt in der Juni-Ausgabe vom „Better Homes & Gardens“ ist nicht nur ein Artikel über organischen Dünger gewesen. Nein es war ein geschicktes abblitzen der Musikjournalisten, um sein neues Album „Harry’s House“ – welches heute erschienen ist – anzukündigen. Die Kontakte zwischen Harry und der „echten“ Welt sind selten, doch er weiß, wie er sie einsetzten muss.

Eine leichte Sommerbrise

Auf „Harry’s House“ geht es vor allem um Spaß. Sein drittes Album klingt leicht und sommerlich, als wäre es an nur einem Tag fertiggestellt worden. Die Klänge zwischen Funk, Folk und Pop sind vertraut und unerzwungen. Styles‘ frühere Alben mussten natürlich demonstrieren, wer er ist und was für ein Popstar er sein möchte. Das muss diese Platte nun nicht mehr und das Hört man.

Der Opener „Music for a Sushi Restaurant“ beginnt mit Bläsern und macht nicht nur musikalisch, sondern auch textlich, Spaß. Styles setzte auch bei diesem Album auf Kid Harpoon und Tyler Johnson. „Late Night Talking“ ist ein 80er inspirierter Sound, der sich immer wieder durch das Album zieht. „Grapejuice“ klingt hingegen etwas experimenteller. Manchmal fehlt es etwas an Substanz, doch tiefgründig möchte Harry hier auch gar nicht sein. „Satellite“ nimmt ab der hinteren Hälfte an Fahrt zu und gerät fast außer Kontrolle, während „Boyfriend“ eine der wenigen wirklichen Balladen ist. Lagerfeuer Atmosphäre, here we come.

Manchmal fehlt es an Substanz

Die erste Single „As It Was“ ist dabei nicht einmal die stärkste Nummer, sondern reiht sich super in die erste Hälfte des Albums ein. „Matilda“ ist für mich die einzige Schwachstelle des Albums. „Cinema“ erinnert etwas an Daft Punks „Something About Us“. Alles in allem ist es eine bemerkenswerte Pop-Platte. Denn auch, wenn Pop leicht klingen soll, ist eben genau das die Kunst darin. Mit „Harry’s House“ haben wir eines der leichtesten und schönsten Sommeralben des Jahres bekommen. Perfekt für seine Open Air Tour durch Europa diesen Sommer. / Berry

Bild © Sony Music