Die standortbasierte Dating-App Grindr hat angekündigt, dass sie mit dem nächsten Update ihren Ethnien-Filter entfernen werden. Die App wurde lange dafür kritisiert, dass man die ethnischer Zugehörigkeit und somit auch Hautfarbe usw. gezielt einstellen konnte.

In einer Erklärung am 02. Juni 2020, die in den sozialen Medien veröffentlicht wurde, sagte das Unternehmen: „Wir hatten vor heute unsere #PridePerseveres-Initiative anzukündigen. Aber angesichts der anhaltenden Gewalt und Ungerechtigkeiten gegen unsere POC-Familie, fühlt sich das nicht mehr angemessen an“. Weiter verkündet das Unternehmen: „Wie können wir einen Pride Monat feiern, wenn so viele von uns verletzt werden? Wie können wir stolz feiern, ohne anzuerkennen, dass wir nicht einmal einen Pride Monat hätten, wenn es nicht die tapferen schwarzen, braunen, trans- und queeren Leute gäbe, deren Aufstand gegen die Polizei in Stonewall die moderne LGBTQ + -Rechtsbewegung hervorgebracht haben? Es liegt in unserer Verantwortung uns gegen den Hass und die Gewalt auszusprechen, denen ein so wichtiger Teil unserer Gemeinschaft weiterhin ausgesetzt ist.“

Rassismus war schon immer Thema

Doch Rassismus ist auch ein Thema auf der Plattform selbst. Denn neben den Filtern für Alter, Körpergröße, Gewicht usw. konnten Nutzer der kostenpflichtigen Premium Version entscheiden, ob ihnen z.B. asiatische oder schwarze Menschen angezeigt werden sollen. Sprich, bestimmte Gruppen können so ausgeschlossen werden. Das soll sich nun ändern, indem der Ethnien-Filter entfernt wird.

BUCHCLUBS KÖNNTEN DAS NEUE GRINDR FÜR DEN SCHWULEN MANN WERDEN

Es heißt weiter, es werden Spenden an das Marsha P. Johnson Institute und Black Lives Matter gehen: „Wir werden weiterhin Rassismus auf Grindr bekämpfen. Sowohl durch den Dialog mit unserer Community, als auch durch eine Null-Toleranz-Politik für Rassismus und Hassreden auf unserer Plattform. Im Rahmen dieser Verpflichtung und basierend auf Ihrem Feedback haben wir beschlossen, den Ethnizitätsfilter aus unserer nächsten Version zu entfernen“.

Die Reaktionen sind gemischt

Die Reaktion auf diese News sind unterschiedlich. Viele User sagen, es hätte den Filter von Anfang an nie hätte geben dürfen. Andere begrüßen die Entscheidung. Aber es gibt auch leider die User, die empört sind, diesen Filter nicht mehr nutzen zu können. Grindr geht deren Vorliebe nichts an. Unglaublich!

SCHOCK! NACH 7 JAHREN BEZIEHUNG WIEDER BEI GRINDR & CO.

Es ist auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung und generell sollten sich viele angewöhnen, nicht immer in ihrem Profil anzugeben, was sie nicht suchen, denn das ist verletzend und teilweise rassistisch, auch wenn es oft nicht so gemeint sein soll. Formuliert positiv was euch gefällt, denn damit greift man niemanden an. / Berry

Bild: 56 Dean Street Official

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