Grindr hat 10.000 Menschen nach Sex während der Pandemie befragt!

Eine kürzlich durchgeführte Umfrage der Gay Dating- und Sex-App Grindr ergab, dass Liebe und Sex trotz der globalen Pandemie und Quarantäne ein großes Thema sind. Besonders mit Blick auf die Gesundheit.

Grindr befragte dazu 10.000 Nutzer der App in den USA, Großbritannien, Mexiko, Brasilien und Indien. Die Macher wollten wissen, wie sich ihr Verhalten und ihre Erwartungen seit Beginn der Pandemie geändert haben. Die Ergebnisse zeigten, dass einige schwule Männer, das Risiko minimiert haben, indem sie sich stattdessen virtuellen gedatet haben oder mehr Pornos konsumiert haben.

„Die Grindr-Community scheint diese Zeit zu nutzen, um sich eingehender mit ihren Grundwerten zu befassen: Was sie von einem Partner erwarten, wie ihre Komfortzone in einer veränderten Welt aussieht und wie sie gesund bleiben können – physisch, sexuell und emotional.“ soll die Umfrage laut OUT.com ergab haben.

Grindr stellte eine Reihe von Fragen zur Risikominimierung, zum virtuellen Sexverhalten, zur Kommunikation, zum psychischen Wohlbefinden und zur sexuellen Gesundheit. Dabei wurde deutlich, dass es eine drastische Veränderungen in der Art und Weise, wie schwule Männer seit Beginn der Pandemie miteinander Daten und Sex haben, stattgefunden hat.

Laut Grindr gaben 69 Prozent der befragten Männer an, in der Quarantäne mehr Pornos konsumiert zu haben. 64 Prozent versuchen neue Wege zu finden, um sich mit anderen schwulen Männern zu treffen. Von den Befragten gaben 48 Prozent an, virtuelle Verbindungen eingegangen zu sein und weitere 31 Prozent gaben an, dass sie sich z.B. durch das Tragen von Mastken o.ä. geschützt haben. 59 Prozent gaben an, dass ihr Sexualtrieb während des Lockdown zugenommen hat.

58 Prozent der Befragten gaben an, dass sie jetzt mehr an einer langfristigen Beziehung interessiert sind und 67 Prozent gaben an, dass die Persönlichkeit jetzt wichtiger ist, als in Zeiten vor der Pandemie. Die meisten gaben an, dass sie sich auf die psychische Gesundheit konzentrieren und andere während der Pandemie dabei unterstützen. Weitere 82 Prozent konzentrieren sich mehr auf die sexuelle Gesundheit. 67 Prozent geben an, dass sie während der Quarantäne weiterhin PrEP einnehmen.

Also verschiebt die Pandemie doch vielleicht die ein oder andere Einstellung zum Thema Sex, Liebe und vor allem Nächstenliebe. Etwas Licht am düsteren Himmel der Dating-Apps. / Berry

Bild: @ instagram/leotakespix