Pop Noir nennt Femme Schmidt ihren Sound, mit dem sie den gelungenen Bogen zwischen Popmusik, traditionellem Jazz und einem Hauch 20er Jahre schafft. Nach der Veröffentlichung ihres Debüt-Albums spielte Sie ausgedehnte Clubtouren, eine Arena-Tour in Australien als Support von Sir Elton John, dazu Shows in Paris und Wien als Gast von Lionel Richie. Nun kommt mit „RAW“ das zweite Album, mit dem die deutsche Singer/Songwriterin derzeitig auf Tour ist. Wir haben die sehr sympathische, und vor allem wahnsinnig hübsche, Frau Schmidt vorab zum Interview getroffen. 

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Wie bist du zur Musik gekommen?

Ich habe mit 12 Jahren angefangen zu singen und wollte das immer machen und habe es auch gemacht. Ich bin dann irgendwann mit 16 auf ein Musikinternat gegangen, nach London, und habe dort weiter gesungen und während meiner Schulzeit Songs geschrieben. Ich wurde dann, eigentlich recht schnell nach dem Abi, von Warner gesigned. Damit ging das dann alles so los. 

Wenn man sich nun dein aktuelles Album „RAW“ anhört, würde man nie denken, dass du erst 26 Jahre alt bist. Steckt in dir eine alte Seele? 

Ich muss grade lachen, weil darüber habe ich gestern mit meiner Hair & Make Up Stylistin gesprochen. So viele Leute fragen mich immer und sagen: „Ey, du bist so eine alte Seele“ und ich sage dann immer: „Es liegt daran, dass ich schon in meiner dreizehnten Inkarnation bin“ – lach.

Man kommt ja mit seiner Seele so auf die Welt. Ich war auf jeden Fall schon immer jemand, der sehr wissensdurstig war und habe mich auch immer sehr viel mit Mentoren und älteren Menschen umgeben. Vielleicht kommt das daher, aber ansonsten bin ich einfach so wie ich bin.

Dein Sound ist sehr international und egal wem ich die neue Platte vorgespielt habe, konnte kaum glauben, dass es sich um eine deutsche Künstlerin handelt. Woher kommt das? 

Also grundsätzlich glaube ich, dass Musik keine Grenzen hat. Ich bin auch irgendwo so ein Erdenmensch und für mich gibt es auch nicht so wirkliche Ländergrenzen. Musik ist ja die internationalste Sprache der Welt und was man als Musiker versuchen muss ist, die Emotion zu übertragen. Ich war natürlich in England und habe dort meine Musikausbildung gemacht und habe dann dort auch mein erstes Album geschrieben und habe mich dadurch dann sehr viel in englischsprachigen Ländern aufgehalten. Vielleicht hört man deshalb das Deutsche nicht so raus, aber ich bin ganz stolz deutsch zu sein. Deswegen ja auch der Name „Schmidt“. Also es ist keine Verleumdung – lach. 

Nun warst du u.a. auch als Support Act für Elton John auf seiner Australia-Tour dabei. Wie war das? 

Ja, das war verrückt. Mein erstes Album war damals grade sechs Monate draußen, oder so, und ich will es so beschreiben: Ich habe einfach so getan, als würde ich das schon immer so machen und das hat wohl ganz gut funktioniert. Ich war natürlich total aufgeregt. Das war eine ganz ganz tolle Erfahrung, aber ich habe auch Blut geleckt. 

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Heutzutage müssen sich Künstler selbst über neue soziale Medien wie Instagram, Facebook & Co. vermarkten. Wie stehst du dazu?

Ich mache das total gerne. Vor allem wenn wir auf Tour sind. Auf Konzerten ist es total schön, das Ganze mit allen möglichen Leuten teilen zu können. Ich finde es super, dass wir heute in einem Zeitalter leben, in dem wir alles teilen können. 

Nun kommt am 4. März dein neues Album „RAW“, womit du derzeitig auf Tour bist, endlich auf den Markt. Wie würdest du es beschreiben? 

Ich würde sagen, dass ich eine Emotionalistin bin? Kann man das so sagen? Gibt es das Wort? Und mein Album beinhaltet alles worüber ich denke, fühle, träume. Mein Leben. Ich bin eine 26 Jahre alte Frau, die sich verliebt, dessen Herz gebrochen wird und die Herzen bricht. Also es ist einfach eine Geschichte vom Leben und meine Geschichte der letzten drei Jahre.

Das neue Album „RAW“ von Femme Schmidt erscheint am 04.03.2016 auf Warner Music:

Interview: Berry E. 
Bilder. Warner Music Germany – GABRIEL EVERETT

DJ Berry E. trifft Femme Schmidt in Hamburg zum Interview.

DJ Berry E. trifft Femme Schmidt in Hamburg zum Interview.