Jamala-Ukraine-ESC

ESC-Gewinnerin Jamala wird beim deutschen Vorentscheid auftreten!

Jamala beim ESC 2016 © NDR/eurovision.tv Foto: Andres Putting (EBU)

2016 holte Jamala den Sieg für die Ukraine beim ESC in Stockholm. Mit einem Lied über die Deportation ihrer Vorfahren unter Josef Stalin, gewann sie die Herzen der Zuschauer. Als Zeichen der Solidarität, wird sie nun beim deutschen Vorantscheid singen.

In dem Lied „1944“ besingt sie die Geschichte ihrer Familie. Unter den damals Vertriebenen war auch ihre Ur-Großmutter. Dieses Schicksal ist nun erneut traurige Realität, denn auch Jamala musste selbst die Ukraine verlassen. Auf ihrem Instagram-Account lässt sie die Welt an ihren schweren Stunden teilhaben. Gemeinsam mit ihren Kindern ist die 38-Jährige bei ihrer Schwester in Istanbul untergekommen. Ihr Ehemann ist in der Ukraine geblieben, um sein Land zu verteidigen, wie eurovision.de berichtet.

Im Kampf gegen die Russen

Für ihren damaligen Sieg beim ESC wurde die ukrainische Sängerin von russischer Seite dauerhaft kritisiert worden. Jamala lehnte eine Konzert-Einladung der moskautreuen Führung der Halbinsel Krim ab und auch der Aufforderung, die russische Staatsbürgerschaft anzunehmen, wies sie von sich: „Ich habe die ukrainische Staatsbürgerschaft, eine andere ist nicht notwendig.“

Beim deutschen ESC-Vorentscheid „Germany 12 Points“ wird sie nun als Gast auftreten. Die Sendung beginnt am 04. März um 21 Uhr. Der ganze Abend ist im Ersten, in den dritten Programmen der ARD, auf ONE, eurovision.de und in der ARD Mediathek zu sehen. Wer für Deutschland zur Auswahl steht, hatte ich hier berichtet. Mit ihrem Auftritt will man ein Zeichen der Solidarität mit der Ukraine setzen. / Berry

© NDR/eurovision.tv Foto: Andres Putting (EBU)