Enissa Amani kontert dem WDR mit eigenem Format „Die beste Instanz“!

Dieses Thema liegt mir als Kriegsflüchtling aus dem Iran sehr am Herzen. Nachdem die WDR Sendung „Die letzte Instanz“ scharf für rassistische Äußerungen kritisiert wurde, hat Comedian Enissa Amani in kürzester Zeit ein eigenes Format aus dem Boden gestampft.

Es wurde viel über die WDR Sendung „Die letzte Instanz“ gesprochen, nachdem Moderator Hallaschka mit seinen ausschließlich privilegierten weißen Gästen Jürgen Milski, Micky Beisenherz, Janine Kunze und Thomas Gottschalk Rassismus unter den Teppich kehrte. Es gab Kritik von allen Seiten und der WDR, so wie Janine Kunze, die am schärfsten auf Social Media angegangen wurde, weil sie auch den meisten Müll zu dem Thema geäußert hatte, entschuldigten sich öffentlich.

Eine direkte Kritik an den WDR

Enissa Amani organisierte und moderierte nun ein Gegenformat: „Die beste Instanz“. Sie gestaltete auf eigene Kosten einen Talk über Rassismus, zu dem ausschließlich von Rassismus betroffenen Menschen eingeladen waren. Sie hat eine Halle gemietet, die erforderlichen Corona-Vorgaben erfüllt, ein Kamerateam gebucht und losgelegt.

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Die Sendung ist vor allem deswegen so sehenswert, weil viele Argumente, die in den letzten Wochen von beiden Seiten aufeinander geprasst sind, klargestellt werden. Warum stören sich Deutsche an der Bezeichnung „Kartoffel“ eher weniger, während das „N-Wort“ und das „Z-Wort“ ein absolutes Tabu ist? An einigen Stellen wird festgestellt, dass es auf beiden Seiten Wiedersprüche gibt und nicht alles immer Sinn ergibt.

Dennoch merkt man, dass „Die beste Instanz“ ein ganz anderes Niveau bespielt, als „Die letzte Instanz“, bei der Promis einfach ihren Senf zu irgendwelchen Themen abgeben. Dieses Niveau ist eben nur möglich, wenn Menschen über Dinge sprechen, die auch betreffen sind. Hier gibt es die ganze Sendung auf YouTube. / Berry

Bild © YouTube via Enissa Amani