Es ist eine gute Nachricht mit einem leichten Nachgeschmack. Die News, dass der englische Fußballer Thomas Beattie sich geoutet hat, geht um die Welt. Schade ist es nur, dass auch er dies erst fünf Jahre nach dem Ende seiner Karriere tut.

Bis heute ist Homosexualität im Fußball ein Tabuthema. Die großen geouteten Fußballer haben sich alle erst nach ihrer Karriere geoutet. Dennoch ist jedes medienwirksame Outing wichtig. So auch das von Thomas Beattie: „Ich habe nie daran gedacht mich zu outen, als ich ein aktiver Spieler war“, sagte er gegenüber The Advocate. „Ich hatte buchstäblich das Gefühl, ich musste eines von beiden opfern: wer ich bin oder den Sport, den ich liebte.“

„Die Gesellschaft sagt dir, dass Männlichkeit mit Sexualität verbunden ist“

Thomas Beattie begann seine Karriere mit zehn Jahren und zog mit 19, dank eines Stipendiums, in die USA. Dort spielte er zunächst am College Fußball, bevor er dann für Schottland, Kanada und Norwegen als Profi spielte. Seine Fußball Karriere wurde aufgrund einer schweren Kopfverletzung vor fünf Jahren beendet.

„Die Gesellschaft sagt dir, dass Männlichkeit mit Sexualität verbunden ist“, sagt Beattie. Er outete sich vor drei Monaten vor seiner Familie und Freunde. Dann setzte er sich mit einigen seiner alten Teamkollegen in Verbindung, von denen er sagte, sie seien „großartig“ gewesen. Heute weiß es nun die ganze Welt und auch wenn Beattie nicht mehr aktiv im Profisport ist, zeigt jedes Outing, wie hoch die Dunkelziffer an homosexuellen Sportler wohl sein muss. Es bleibt also weiterhin abzuwarten, wann sich ein aktiver Profisportler outet. / Berry

Bild: Instagram/iamthomasbeattie