Kann man schwul sprechen oder sich schwul anhören? Und warum gibt es überhaupt eine Art zu sprechen, die als „Schwul“ bezeichnet wird? David Thorpe war davon genervt, angeblich viel zu schwul zu reden und machte eine Dokumentation aus seinem Vorhaben, eben diese Art zu sprechen loszuwerden. 

In der Doku „Do I Sound Gay?“ trifft David auf Sprachtherapeuten, homosexuellen Promis und Wissenschaftern. Er beschäftigt sich mit der Frage, was diese Art zu sprechen auslösen könnte und wie sich diese Art zu sprechen entwickelt. Ein interessanter Aspekt ist sicherlich die Behauptung, dass Menschen ihre Art zu sprechen von Vorbildern in der Kindheit übernehmen. Verbringt also ein Kind mehr Zeit mit männlichen Erwachsenen, so nimmt es deren Art zu sprechen an, und umgekehrt. So trifft David auch auf einen heterosexuellen Freund, der „schwul“ spricht und einen schwulen Freund, der dies eben nicht tut.

Mit der Dokumentation will David anderen schwulen Männern Mut machen, denn er kommt zu einer ganz anderen Erkenntnis „Auch wenn uns die Gesellschaft vorgibt, wie man als Mann zu sprechen hat, sollte man sich durch die Scham arbeiten und sich selbst akzeptieren“. Sehr sehenswert und mit viel Humor und Liebe gemacht. Mehr Infos gibt es unter: doisoundgay.com

Titelbild: IFC Films