Pop trifft auf House und auf den Orient. Arabische Klänge sind auch in der Popmusik beliebt, doch man sieht kaum arabische Künstler, die sich offen in einer Verbundenheit mit der LGBTQ+ Community zeigen oder zeigen können.

Ab und an stelle ich euch gerne Projekte von Freunden vor, die absolut sehenswert sind. Dazu gehört sicherlich auch das Video zu „Habibi ilghali“ von Djo Mani ft. ARSENE. Mit dem Song hat Djo Mani ein Comeback gestartet. Vor acht Jahren veröffentlichte der Tunesier, der in Paris aufgewachsen ist, drei Singles, die in Tunesien und Frankreich in den Charts landeten. Dann war es erstmal still, bis er mit einem Freund von mir zusammen kam. So entstand neue Musik und das Musikvideo.

Das Video spielt an verschiedenen Orten in Hamburg. Es geht in dem Song um die Suche nach der Liebe und wie das Leben ohne Liebe ist. Djo Mani kommt am Hafen an und verliert sich in der Stadt, trifft auf verschiedene Charaktere und verliert sich dann im Nachtleben auf der berühmten Reeperbahn.

Das Video steht für Offenheit, Toleranz und Mut. Djo Mani ist damit einer der wenigen arabischen Popsänger, der Dragqueens und Gesichter aus der LGBTQ+ Szene zeigt. Der Song wurde mittlerweile vom israelischen Dj Guy Scheiman geremixt und auf dem Tel Aviv Pride rauf und runter gespielt. Zudem hat Djo Mani den Song auf der La demence Cruise live performt.

Hier gibt es den Clip in voller Länge. / Berry

Bild: Djo Mani