Die Emmy Awards sind so etwas wie die Oscars für das Fernsehen. Hier werden Serien und TV-Formate geehrt. Die Amazon-Eigenproduktion „Transparant“ räumte gestern Nacht (20.09.2015) gleich zwei der begehrten Preise ab.

Transparent ist eine US-amerikanische Serie, die zwischen Comedy und Drama steht, und sich als Dramedyserie bezeichnet. Die Amazon Instant Video Produktion dreht sich um das Leben der Familie Pfefferman. Das Leben der Familie aus Los Angeles ändert sich schlagartig, als Familienvater Mort sich als transsexuell outet und beschließt, als Frau mit dem Namen Maura weiterzuleben.

Die Regisseurin der Serie bekam einen Preis in der Kategorie „Outstanding directing of a comedy“ und machte in ihrer Rede auf die fehlenden Rechte der LGBT-Menschen aufmerksam. Der zweite Emmy für „Transparent“ konnte Hauptdarsteller Jeffrey Tambor für seine Rolle als bester Komödien-Hauptdarsteller einheimsen. Er widmete den Emmy allen Trans-Menschen mit dem Worten: „Danke für Eure Geduld, danke für Euren Mut, danke für Eure Geschichten.” 

Ein weiteres Highlight abseits der LGBT-Serie war zudem Viola Davis, die für ihre Rolle in „How to Get Away with Murder” als erste farbige Hauptdarstellerin in einer Dramaserie gewann. Auch bei den Oscars wird immer wieder kritisiert, dass Hollywood und die großen Filmproduktionen kaum Hauptrollen an farbige Schauspieler vergeben, es sei denn, es geht um Inhalte, die sich explizit auf afroamerikanische Themen beziehen. In ihrer Dankesrede machte sie auf das Thema aufmerksam „Das Einzige, was farbige Frauen von allen anderen unterscheidet, sind Gelegenheiten. Man kann keinen Emmy für Rollen gewinnen, die es schlichtweg nicht gibt.”

Serien-Monument „Game of Thrones“ konnte ganze 12 Preise verbuchen und war der Gewinner des Abends. 

Titelbild: Amazon Studios