Die Entwicklung der Hillary Clinton – Von Anti-Homo-Ehe zur LGBT-Sprecherin

Anfang des Jahres gab Hillary Clinton bekannt, dass sie für die Präsidentschaft 2016 in den USA kandidieren wird. Ihre Wahlkampagnen laufen auf Hochtouren und ein wesentlicher Bestandteil dessen sind die LGBT-Rechte. Nun hat sie die wohl stärkste Pro-LGBT-Rede gehalten und verkündet, dass die Rechte für LGBT-Menschen ihr Hauptanliegen für 2016 sein werden. Kaum eine öffentliche Person hat sich zu dem Thema so sehr gewandelt wie Hillary Clinton.

Natürlich kann man ihr unterstellen, dass sie einfach eine weitere Zielgruppe an Wählern für sich gewinnen möchte und erst auf den Zug aufgesprungen ist, als es populär wurde. Doch ihr Einsatz ist enorm und die Botschaft ist dennoch die richtige. Besonders ihre Wandlung zum Thema der Homo-Ehe ist auffällig. Noch im Jahr 2000 sagte sie gegenüber der Washington Post: „Die Ehe besteht aus historischen, religiösen und moralischem Inhalt, der bis an den Anfang unserer Zeit reicht und ich denke, dass die Ehe das ist, was sie schon immer war, nämlich zwischen einem Mann und einer Frau“.

Dieses Video stammt aus 2004 und seitdem hat sich Vieles verändert. Am Samstag (03.10.2015) hat sie nun eine starke Rede in Washington gehalten, in der sie verkündete, dass sie sich 2016 für das Ende der Diskriminierung von LGBT-Menschen einsetzten werde: „Ich kandidiere für die Präsidentschaft, um für die fundamentalen Rechte der LGBT-Amerikaner einzustehen“, sagte sie in ihrer Rede vor hunderten von Aktivisten. Einige der Kernpunkte sind die Stärkung der Rechte für Adoption und im Militär, Senkung der Preise für HIV-Medikamente und Behandlungen, sowie ein Gesetzt, dass die Diskrimierung von LGBT-Menschen beenden soll. So sagt sie weiter, dass es noch viele homophobe Menschen gibt, die Meisten davon seien ihre Mitstreiter, die ebenfalls kandidieren. Wie The Wall Street Journal berichtet, bezeichnet sie weiter transsexuelle Menschen als Teil der Gesellschaft.

Titelbild: By Marc Nozell from Merrimack, New Hampshire, USA [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons