Immer mehr männliche Models werden in Mode-Kampagnen mit Brust und Körperhaar abgelichtet. Mann darf heute Pelz tragen, doch Brusthaar ist nicht immer gleich Brusthaar. Diese Tipps solltest Du beachten.

Psychologen vermuten, dass Körperbehaarung die Männlichkeit betont, ohne aggressiv zu wirken. Laut einer Studie aus dem Jahr 2016 bezeichnen 70 Prozent der Männer Brusthaare ebenfalls als männlich. Lange haben sich Männer ihrer Körperhaare entledigt, doch heute bekomme selbst ich viele Zuschriften von Männer, die mich um mein Brusthaar beneiden oder sogar gerne behaarter wären. In den letzten 10 Jahren scheint sich da eine Menge getan zu haben.

Tatsächlich sind aber viele Männer rund um das Thema Behaarung immer noch unsicher. Da wird das Hemd im Sommer bei tropischen Temperaturen gerne zu gelassen, obwohl man dringend eine Abkühlung braucht. Doch Brusthaare gelten heute tatsächlich als sexy und sind schon lange kein No-Go mehr. Mit paar Tipps und Tricks kann man ganz selbstbewusst zu seinem Pelz stehen.

Der Trend ist zurück!

In den 70er-Jahren war Brusthaar Kult. Dieses Bild reichte weit in die 80er rein und TV-Stars wie Magnum und David Hasselhoff waren richtige Brusthaar-Sinnbilder. Der schwule Mann entdeckte aber schnell den Trend zum glatten Mann. Später schwappte dies in den Mainstream und der Metrosexuelle Mann war Ende der 90er geboren. Rasierer für den ganzen Körper waren plötzlich gefragt und diese durfte Mann vom Gesicht bis in den Schritt einsetzten. Der trendbewusste schwule Mann ließ in dieser Zeit aber schon wieder die Haare sprießen. Nicht nur der Vollbart schaffte es, sich als Trend durchzusetzen. Auch die Behaarung in weit tiefer gelegenen Körperregionen war zurück.

Diese Tipps sollte man beachten

Brusthaar ist absolut erlaubt, doch was nach Naturbursche aussieht, sollte nicht ganz der Natur überlassen werden. Männer sollten ihr Brusthaar auf jeden Fall pflegen und dafür sorgen, dass die Optik stimmt. Das Brusthaar sollte gegebenenfalls leicht gestutzt oder getrimmt werden. Das ist vor allem dann nötig, wenn die Haare weit vom Köper abstehen. Haare, die aus dem offenen Hemd nach vorne heraus sprießen, wirken besonders im Büro ungepflegt. Christine Naefeke, Men´s Health-Redakteurin, sagt sogar in einem Artikel: „Im Job ist es nicht okay, egal, ob du ein hochbezahlter CEO bist oder Kellner. Mit dichter Brustbehaarung machst du bei der Arbeit definitiv einen ungepflegten und unprofessionellen Eindruck. In der Gastronomie sind Körperhaare aufgrund von Hygienebestimmungen ohnehin ein No-Go. Sorry, aber hier bleibt der oberste Hemdknopf in jedem Fall geschlossen.“

Pflege ist sexy

Zudem sollten Männer darauf achten, dass das Brusthaar nicht in eine andere Haarregionen übergeht, ausser abwärts zum Bauch. Zwischen Brust-, Axel- und Barthaar sollte immer rasiert werden, damit der Hals immer schön frei von Haaren ist. Das wirkt gepflegter, als wenn die Brusthaare in den Bart oder in die Axel übergehen. Auch Formen und Muster sollten vermieden werde. Komm bitte nicht auf die Idee deine Bauchbehaarung zu einem dünnen Strich zu rasieren der bist in die Brustmitte geht.

Wichtig ist zudem, dass Mann eine gleichmäßige Behaarung hat. Dabei dürfen bestimme Regionen unterschiedlich stark behaart sein. Viele Männer haben z.B. dichteres Haar auf der mittleren Brust und zu den Schultern etwas weniger. Aber kahle Stellen oder einzelne Haarbüschel unterstreichen nicht die Optik. Wer nur hier und da ein Haar auf der Brust hat, sieht optisch besser mit rasierter Brust aus. Und an dieser Stelle sei gesagt: eine unbehaarte Brust ist auch sexy!

Männer steht zu eurer Behaarung!

Einst ein Überbleibsel aus Urzeiten, das Schutz vor Kälte bieten sollte, wird es heute oft als Zeichen für Männlichkeit gedeutet. In einer Zeit, in der alles digital ist, sehnen sich die Menschen nach Natürlichkeit. Kein schwuler Mann und keine Frau will über eine kratzige Brust mit stoppeln streichen. Für behaarte Männer ist also spätestens jetzt die Zeit gekommen, selbstbewusst zur Behaarung zu stehen. / Berry

Bild: Hollywood Tramp