Bros Movie Billy Eichner

BROS: Diese Hollywood-Rom-Com ist progressives Kino!

Bros Movie Billy Eichner

Ab heute (27.10.2022) ist die schwule Romantic-Comedy BROS von und mit Billy Eichner in den deutschen Kinos. Ich durfte den Film vorab sehen und sage euch, ob sich der Gang ins Kino lohnt.

Wenn sich zwei Männer anziehend finden und es so richtig funkt, kann das manchmal durchaus auf direktem Wege ins Bett führen. Aber ab und an auch in Richtung Liebe. So wie in BROS, wo zwei Männer vielleicht sogar füreinander bestimmt sind. Doch Beziehungen können bekanntlich kompliziert sein und genau das zeigt die schwule Komödie BROS, die seit dem 27.10.2022 bei uns im Kino läuft.

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Der Film ist eine Komödie, die man fast schon als Parodie des schwulen Lebens beschreiben könnte. Charmant, smart und sexy erzählt der Erfolgsregisseur Nicholas Stoller (Bad Neighbors, Nie wieder Sex mit der Ex) eine schwule Liebesgeschichte, die für Hollywood ein Meilenstein ist. Denn die herrlich komische Geschichte über die Suche nach „wahrer Liebe“ im 21. Jahrhundert ist die erste Romcom eines großen Studios über eine schwule Beziehung.

Queer Starbesetung

Kreativer Kopf hinter BROS ist Billy Eichner, der auch eine der Hauptrollen übernimmt. Der Rest des Ensembles liest sich nicht nur wie die Gästeliste zur lustigsten Dinner-Party aller Zeiten, sondern auch wie das Who’s who der queeren Schauspieler*innen Hollywoods: Mit dabei sind unter anderem Luke Macfarlane (Brothers & Sisters), Ts Madison (Zola), Guillermo Díaz (Scandal), Monica Raymund (Chicago Fire), Bowen Yang (Saturday Night Live) und Miss Lawrence (The United States vs. Billie Holiday) sowie Sitcom-Ikone Amanda Bearse (Eine schrecklich nette Familie), Broadway-Legende Harvey Fierstein (Independence Day) und „RuPaul’s Drag Race“-Gewinnerin Symone.

Man muss über sich selbst lachen können

Eine Sache muss einem bei dem Film klar sein: man muss bereit sein über sich selbst zu lachen. Der Film schneidet viele wichtige Themen der LGBTQ+-Community an. So geht es oft um die Geschichte der Community, um Identitäten verschiedener Menschen, aber auch um gängige Themen wie Dating-Apps, Körperkult und Straight Acting. BROS geht zwar nie so wirklich in die Tiefe, aber macht sich auf clevere Art und Weise über die Dinge lustig, die etwas Leichtigkeit gebraucht haben.

BROS hat in den USA schlecht an den Kinokassen abgeschnitten. Doch der Film zeigt dennoch, dass LGBTQ auch für Massenpublikum gemacht sein kann. Homosexualität ist keine Randerscheinung und so darf sich eine Komödie für „Alle“ auch konsequent innerhalb des eigenen queeren Kosmos bewegen, ohne uninteressant zu sein. Ich würde sagen, die Komödie ist sogar erst recht für alle sehenswert, die kein Teil der Community sind. Sie bringt viele Dinge gekonnt lustig rüber und schafft so ein erstes Verständnis für LGBTQ+-Menschen. Und im Idealfall zeigt der Film vielleicht sogar, dass Hetero, Homo & Co. gar nicht so verschieden sind. / Berry

Bild @ Universal Pictures