Beyoncé Renaissance

Beyoncé erlangt auf „Renaissance“ ihre Leichtigkeit zurück!

Beyoncé Renaissance

Beyoncé präsentiert mit „Renaissance Act I“ ein durchweg tanzbares Album ohne auch nur eine einzige Ballade. Ob das Album ein Meilenstein ist, sage ich dir jetzt in der Review.

Für Fans von: Solange, Jessie Ware, Donna Summer, Kylie Minogue
Lieblingstracks: Virgo’s Groove, Cozy, Pure Honey, Break My Soul
Ranking: 9/10

Nachdem vor allem ihr letztes Album „Lemonade“ ein Meisterwerk, aber auch schwere Kost, war, bekommt Beyoncé auf „Renaissance“ ihre Leichtigkeit aus „BDay“-Tagen zurück. Es ist zudem das erste Mal nach langer Zeit, seit sie ein Album mit Release-Datum veröffentlicht hat. Ihre beiden letzten Alben wurde überraschend über Nacht veröffentlicht.

„Renaissance“ ist angeblich das erste von drei weiteren Werken. Deswegen auch „Act I“. Es ist ein reines Tanzalbum, das aber dennoch kulturelle Wurzeln und soziale Missstände besingt. Was sich nach Club-Mukke anhört, hat durchaus lyrischen Kontext. Musikalisch bewegt sich Beyonce zwischen RnB, House, Disco und Afro-Beats. Besonders bemerkenswert sind die zahlreichen Überblendungen wischen den ersten Songs. Als würde man einem DJ Set lauschen.

Von RnB, über Disco bis House

Der Start mit „I’m That Girl“ ist tatsächlich etwas wirr und fast schon die schwächste Stelle des ganzen Albums. Das ändert sich sofort mit „Cozy“ und „Alien Superstar“, die beide Afro-Beat-Einflüsse haben und vom Sound sehr zu dem „The Lion King“-Album von Beyoncé passen. „Cuff It“ ist dann ein stilistischer Wechsel zu Disco. Ein weiterer Wechsel kommt zum einen mit der Single „Break My Soul“, die sich der House Musik verschrieben hat und „Church Girl“, mit einem RnB-Sound wie aus den guten alten Beyoncé Tagen.

Zurück zum Funky-Disco-Sound geht es bei „Virgo’s Groove“. Mit „Move“ und „Tique“ hat das Album wieder zwei Banger am Start, bevor vor allem der Track „Pure Honey“ heraussticht und Ballroom-Vouging-Vibes verbreitet. „Summer Renaissance“ ist eine Hommage an Donna Summer. Wie auch schon auf „Naughty Girl“, verwendet hier Beyonce Elemente von der verstorbenen Disco-Queen und beendet das Album mit einem Sample aus „I Feel Love“.

Meilenstein?

Ist „Renaissance“ ein Meilenstand wie „Lemonade“? Jain. Doch das Album bedient auch einen ganz anderen Zweck. Während es auf „Lemonade“ vor allem um die Geschichte und die Reise der Protagonistin ging, ist „Renaissance“ ein Dance-Album, welches zwar auch wichtige Themen besingt und nicht belanglos ist, aber eben in erster Linie vom Klangteppich lebt.

In einer Zeit, in der die Welt eh düster erscheint, ist es vielleicht genau der richtige Schritt, wenn eine Beyoncé etwas Leichtigkeit aufleben lässt. Für ihre Discografie ist es auf jeden Fall ein wichtiges Stück an Kunst und wenn wir mal ganz ehrlich sind, war sie noch nie so queer wie auf „Renaissance“. / Berry

Bild © Columbia/Sony Music