San Diego Pride 2017

Akzeptanz von LGBTQ+-Menschen in Ungarn ist auf einem Hochpunkt!

Wie jetzt bekannt wurde wollen die meisten Menschen in Ungarn nicht, dass die Regierung über Sexualerziehung entscheidet. Das ergab eine repräsentative Umfrage, die von Amnesty International Ungarn und der LGBTIQ-Organisation Háttér Society in Auftrag gegeben hatten.

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Laut dem Mannschaft Magazin ergab die Studie, dass 46% der befragten Personen Menschen aus der LGBTQ+-Community persönlich kennen. Ganze 73% gaben an, dass sie die falsche Behauptung der Regierung ablehnen. Diese verbietet LGBTQ+-Inhalte an Schulen, um die Kinder zu „schützen“. Zudem verbot das Parlament im Mai vergangenen Jahres die rechtliche Anerkennung des Geschlechts von trans und inter Menschen.

Die neue Umfrage zeigt auch, dass die in Ungarn lebenden Menschen anderer Meinung sind. Die Mehrheit der Gesellschaft ist findet, dass trans Menschen in ihren offiziellen Dokumenten ihr Geschlecht und ihren Namen anpassen können sollten. Die Ehe für alle befürworten 59% und 69% halten gleichgeschlechtliche Paare für gute Eltern.

Gesellschaft ist viel akzeptierender als die Regierung

Vorstandsmitglied der Háttér Society, Luca Dudits, sagt dazu in einem Statement: „Unsere Recherchen haben bestätigt, dass die ungarische Gesellschaft viel akzeptierender ist als die Regierung. Die betrügerische, hasserfüllte Politik hat keine soziale Unterstützung, weshalb es für alle wichtig ist, für LGBTIQ-Menschen einzustehen und dem Hass nicht nachzugeben“. Somit gibt es also keine gesellschaftliche Unterstützung für die Massnahme der Regierung, die jegliche Rechte der LGBTQ+-Community beschneiden wollen.

Dennoch greifen die strengen Maßnahmen von Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban. Zuletzt hat er mit einer Verordnung den Verkauf von Kinderbüchern eingeschränkt, die von der heterosexuellen Norm abweichende Inhalte darstellen oder thematisieren. Sein umstrittenen Gesetzes untersagt es, Menschen unter 18 Jahren Informationen über Homosexualität, Transsexualität und Geschlechtsumwandlungen zukommen zu lassen. Die rechtsnationale FIDESZ-Partei, die das Parlament dominierte, hatte das Gesetz im Juni 2021 gebilligt. / Berry

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