Jeder schwule Mann dürfte in den letzten Jahren bemerkt haben, dass die Hemmschwelle, sich nackt im Netz zu zeigen, immer weiter sinkt. Besonders schwule Männer zeigen auf Instagram gerne ihren Körper oder versenden auf Dating-Apps „Dickpics“. Und dann gibt es noch die, die gemerkt haben, dass sie damit sogar richtig Geld verdienen können. Willkommen im neuen Zeitalter, in dem jeder ein Pornostar werden kann. 

Nackte Männer gehören heute bei Social Media dazu. Ja, für nackte Haut gibt es eben viele Likes und es sorgt für mehr Aufmerksamkeit. So kann es eben auf Instagram laufen, wenn man sich eine große Fanbase aufbauen will. Auf den Dating-Apps ist das sogar noch hemmungsloser. Jede Menge Dickpics werde heutzutage ohne bedenken verschickt und man kann nur erahnen, wie viele Nacktbilder jeder einzelne von uns auf seinem Smartphone hat, geschweige denn im Netz verschickt.

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Das Bewusstsein für pornografische Inhalte im Netz hat sich geändert 

Es ist ein neues Zeitalter. Damals haben wir noch Dr. Sommer in der BRAVO lesen müssen, um uns aufzuklären. Heute schauen die jungen Leute ihre Pornos im Netz. Pornografie ist heute ein akzeptierter Teil unserer Gesellschaft und vor allem im Netz und auf Social Media gehört viel Haut dazu. Da liegt der Gedanke auch gar nicht so fern, sich und seine Nacktbilder zu vermarkten und anstatt von Likes, Geld dafür zu bekommen. 

Auf Queerty wurde ein ganzer Artikel dem der neuen Plattform „OnlyFans“ gewidmet. Dazu wurde auch Jeffrey Escoffier befragt. Er ist der Autor von „Bigger Than Life: The History of Gay Porn Cinema from Beefcake to Hardcore“ und erklärt in dem Artikel: „Es hat die sexuelle Aufklärung, die die Eltern damals gemacht haben, ersetzt. Kids lernen das Meiste über Sex im Internet“. Die Generation Internet wächst also mit einem ganz anderen Bezug zum Thema „Nacktbilder im Netz“ und „Pornografie im Netz“ auf. Diese Tatsache greift auch die Plattform „OnlyFans“ auf. Die Twitter App macht es möglich, für einen monatlichen Betrag, Nacktbilder von deinem Instagram Hotties zu sehen, sofern diese eine solche Seite betreiben oder selber so einen Account zu betreiben. 

Morning all.

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(Mehr von Richard James gibt es auf seinem OnlyFans Account für $ 9,99 pro Monat)

Jeder kann nun mit seinen Nacktbildern Geld verdienen

Jeder kann sich dort einen Account einrichten und den Inhalt hochladen, den er möchte. Dieser reicht von einfachen Nacktbildern, bis hin zu hardcore Filmen. Es kann also jeder zu einem Pornostar werden, wenn es nach „OnlyFans“ geht. Fornea, dessen Account 15 $ im Monat kostet, verrät gegenüber Queerty: „Ja, ich habe die Grenze überschritten und bin jetzt ein Pornodarsteller“. Weiter sagt er: „Ich entschied mich, OnlyFans beizutreten, weil mir ein paar Freunde ihre Screenshots zeigten und ich sah, wie profitabel es sein könnte … nachdem ich mit dem Konto angefangen hatte, fing es wirklich an, Spaß zu machen „. 

Die Grenze zur Pornografie ist schwer zu definieren 

Die Frage ist natürlich, wo die Grenze ist? Jeder hat Nacktbilder von sich schonmal versendet und es gibt eben Menschen, die mit diesen Bildern oder Filmchen Geld machen. Egal ob man für oder gegen „OnlyFans“ ist, muss man hinnehmen, dass die Plattform einen großen Einfluss auf die digitale Welt nimmt und erst am Anfang steht. Derzeitig nutzen es auf jeden Fall viele Männer, um sich so eine große Fanbase aufzubauen und verweisen auf ihren Instagram Accounts darauf hin, dass man auf „OnlyFans“ das Bild eben ohne die Unterhose sehen kann usw. Wer weiß, vielleicht wird „OnlyFans“ irgendwann so selbstverständlich wie Instagram, Grindr & Co. Abwarten! 

Bild: Instagram/HollywoodTramp

Auf Hollywood Tramp kommentiert DJ Berry E. LGBT-Themen, Lifestyle, Musik, Kultur und kreiert damit eine Mischung aus Magazin und persönlichem Blog aus der Szene, für die Szene!

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