Mariah Carey hat am gestrigen Abend ihr erstes Deutschlandkonzert nach 13 Jahren in Köln gespielt. Heute ist sie für ein zweites und letztes Konzert hierzulande in München. Die Presse zerreißt sich schon vorab das Maul über die anstehenden Shows in Deutschland, denn anders würde wohl kaum jemand den Artikel anklicken. 

Mariah Carey - Köln - Talk That Gossip

Manchmal, oder sehr oft, muss man sich für die deutsche Presse schämen. Besonders, wenn renommierte Magazine und Zeitschriften über Konzerte großer US-Stars hierzulande berichten und kein gutes Haar an den Shows lassen. Es muss immer gemeckert werden. Wenn es nicht der Sitznachbar in der Bahn über das Wetter ist, dann eben die Presse über Mariah Carey´s Konzert in Köln. Im Vorfeld wurde schon groß berichtet, dass die Carey ja nur in der halb vollen Lanxess-Arena in Köln spielen wird. Lediglich 5000 Besucher wollen den Weltstar live erlebt haben.

Einen Tag nach dem Konzert sehen die Headlines nicht anders aus: „Trotz Glitzergarderobe: Mariah Carey blieb blass“ schreibt z.B. der Express. Dabei sollte man meinen, dass wir hier in Deutschland so eine groß produzierte Show mit Handkuss begrüßen müssten, denn aus der eigenen nationalen Musikszene haben wir kaum Künstler, die auf diesem Niveau touren können. Helene Fische und Andrea Berg könnte man da nennen, doch danach kommt nicht mehr viel. Ganz im Gegenteil. Viele Konzerte deutscher Künstler sind schlecht produziert, die Stücke schlecht umgesetzt und das Bühnenbild peinlich. Trotzdem feiert die Presse solche Gigs gerne.

Mariah Carey - Köln - Talk That Gossip

Der katastrophale Echo in diesem Jahr hat bewiesen, dass wir uns eine Scheibe von internationalen Produktionen abgucken müssen. Selbst das Finale von „The Voice of Germany“ ist besser produziert als unser „wichtigster“ Musikpreis. Geschweige denn die internationalen Verleihungen, die den Echo in ihrer Schatten stellen. Wenn dann mal eine Mariah Carey ihre Las Vegas Show auf unser Kontinent verschifft, ist selbst eine schlechte Mariah Carey-Show besser, als drei Stunden nationaler Acts inklusive fragwürdiger Playback-Auftritte und noch fragwürdigeren Gewinnern. 

Mariah, was sagen Sie zum Echo?

Doch zurück zu Mariah. Wie war denn nun das Konzert der Diva? Der Musikblog talkthatgossip war vor Ort und hat für uns berichtet. Mariah startet das Köln-Konzert ihrer „The Sweet Sweet Fantasy Tour“ erstaunlich früh und steht um 19:45 Uhr schon auf der Bühne. 90 Minuten lang spielt sie die größten Hits ihrer Karriere: „Man hat nochmal ihre ganze Karriere durchlaufen können. Das Ganze wurde mit sehr vielen alten Bildern im Hintergrund untermalt, wodurch die Show einen positiv-melancholischen Touch bekommen hat. Gesungen hat sie so gut wie alle wichtigen Songs. Stimmlich ist sie zwar nicht mehr auf der Höhe der letzten 15 Jahr, aber viel besser, als von den Medien vorab berichtet wurde. Ihre Attitude war 1A. Sie war mega sympathisch drauf, hat viel zum Publikum gesprochen, paar Witze gemacht und paar interne Sachen erzählt, z.B. wie einige Sachen entstanden sind. Bei dem Song „When You Believe“ wurde Whitney Houston eingespeilt und bei „I´ll Be There“ folgte Michael Jackson. Die Duette waren sehr gut umgesetzt und haben dem Ganzen einen familiären Touch gegeben“, so Talk That Gossip. 

Speziellen Dank an Talk That Gossip!
Bilder: Talk That Gossip

Auf Hollywood Tramp teilt Berry E. eine bunte Auswahl an LGBT-Themen, Musik, Style, Sexappeal und Events, die ihn bewegen.

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Auf Hollywood Tramp kommentiert DJ Berry E. LGBT-Themen, Lifestyle, Musik, Kultur und kreiert damit eine Mischung aus Magazin und persönlichem Blog aus der Szene, für die Szene!
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