Nachdem „120 BPM (Beats per Minute)“ auf dem Filmfestspielen in Cannes im letzten Jahr vorgestellt wurde, wurde der Film als einer der wichtigsten LGBT-Filme seit Jahren gehandelt. Regisseur Robin Campillo erzählt darin die bewegende Geschichte von Aids-Aktivisten in den frühen Neunzigerjahren.

Der Film „120 BPM“ erhielt kürzlich gleich sechs „Césars“. Darunter auch den Preis in der besonders begehrten Kategorie als bester Film des Jahres. Nominiert war er in 13 Kategorien. Regisseur Robin Campillo zeigt den Beginn der Aktivisten-Bewegung „Act Up“, die mit spektakulären öffentlichen Aktionen gegen Ausgrenzung von HIV-Infizierten kämpften. Damals wurde besonders die Untätigkeit von Politik und Pharmaindustrie angesichts der tödlichen Epidemie kritisiert. 

Wie in vielen anderen Großstädten auch, leidet die örtliche Schwulen- und Lesben-Community in Paris verstärkt unter der seit mehr als zehn Jahren wütenden AIDS-Seuche. Doch die Regierung von Präsident François Mitterrand tut wenig bis gar nichts, um den Betroffenen zu helfen. Doch Aktivistengruppen wie „Act Up“ haben den Kampf gegen die Ausgrenzung aufgenommen. Unter Führung des cleveren Thibault veranstalten sie immer wieder spektakuläre Aktionen, bei denen auch die entschlossene Sophie, der charismatische Sean sowie Neuling Nathan mitwirken. Zwischen Sean und Nathan entwickelt sich schnell eine Beziehung, doch Sean trägt das tödliche Virus bereits in sich.

„120 BPM“ ist überall als DVD und Blu Ray erhältlich, sowie auf einigen VoD Plattformen als Stream und Download verfügbar (u.a. Amazon). 

Bilder: Edition Salzgeber

Auf Hollywood Tramp kommentiert DJ Berry E. LGBT-Themen, Lifestyle, Musik, Kultur und kreiert damit eine Mischung aus Magazin und persönlichem Blog aus der Szene, für die Szene!

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